14.07.2015 | Studie

Entwicklung der Kapitalmärkte in Indien und China

Die Economist Intelligence Unit hat im Auftrag der Deutschen Asset & Wealth Management eine Studie zu den Entwicklungen der Kapitalmärkte bis zum Jahr 2030, insbesondere auch in China und Indien, veröffentlicht. Die Studie vereint eigene Analysen und eine Umfrage unter 350 Unternehmen, die weltweit an den Kapitalmärkten tätig sind.
Die Befragten erwarten mehrheitlich, dass auch im Jahr 2030 der US-amerikanische Kapitalmarkt der wichtigste weltweit sein wird. Allerdings nimmt die Bedeutung des chinesischen und indischen Kapitalmarktes zu. Ein Fünftel der Befragten sehen auch Deutschland unter den ersten drei.


Quelle:  DAWM/ Economist Intelligence Unit

Für China und Indien sehen die Autoren allerdings noch viel Entwicklungsarbeit.  Die Märkte sind schon vergleichsweise groß, werden aber vornehmlich von den Aktivitäten weniger großer Unternehmen getrieben. Bei kleineren Unternehmen gibt es Ineffizienzen hinsichtlich der Kapitalallokation. In Indien hindert zusätzlich das beziehungsorientierte Bankensystem die Entwicklung der Kapitalmärkte. Indische Unternehmen haben kaum Anreize sich über den Kapitalmarkt zu finanzieren, da sie im Falle von Zahlungsschwierigkeiten bei einer Bank häufig die Zahlungsmodalitäten ändern können, um sich vor einer Insolvenz zu retten. Ein weiteres Problem für beide Märkte sind Korruption und Insiderhandel.

Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf chinesische und indische Aktien jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Equity Emerging Markets Countries. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 10.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 23 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 80 Universen.

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