Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft im Jahr 2021
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Zahlen der deutschen Versicherungsbranche für das Jahr 2021 vorgelegt. Sowohl Lebens- als auch Erstversicherungen haben ihre verwalteten Assets gesteigert. Die Kapitalanlagen der Lebensversicherer lagen zum Ende des dritten Quartals 2021 bei 1.019 Mrd. Euro, ein Anstieg von rund 1,6 % seit Jahresbeginn. Bei den Erstversicherern betrug der Anstieg 2,1 % auf 1.502 Mrd. Euro. Beide haben ihre Aktienquote leicht ausgeweitet, wobei dies nicht über Direktinvestments, sondern über Fondsanlagen umgesetzt wurde. Anleihen machten unverändert den größten Teil des Portfolios aus. Sowohl bei Erst- als auch Lebensversicherungen machten sie jeweils ca. 80 % des verwalteten Vermögens aus. Dabei gab es allerdings bei beiden einen leichten Rückgang zugunsten von Aktien und Beteiligungen. Die Immobilienquote blieb mit jeweils 4 % nahezu unverändert.

Quelle: GDV
Die Schaden- und Unfallversicherer waren stark von der Hochwasserkatastrophe an der Ahr getroffen und haben 2021 erstmals seit dem Jahr 2013 rote Zahlen geschrieben. Allein aus Naturkatastrophen fielen Schäden von 12,5 Mrd. Euro an, die höchste Schadenssumme, die bisher auftrat. Dies hatte zur Folge, dass die Schäden insgesamt um 20 % auf 62,3 Mrd. Euro zunahmen. Die Lebensversicherer entwickelten sich stabil. Über alle Sparten hinweg stiegen die vereinnahmten Beiträge der Assekuranzen um 1,1 % auf 223,4 Mrd. Euro.
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