Entwicklung der deutschen Stiftungslandschaft
In Deutschland gab es per Ende 2020 insgesamt 23.876 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts, zeigt eine Studie des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Die Studie kombiniert eine Befragung des Stiftungspanels des Bundesverbandes bestehend aus mehr als 600 registrierten Stiftungen mit Zahlen aus der Datenbank Deutscher Stiftungen. Ein Drittel der Stiftungen verwaltet ein Stiftungskapital von mehr als 1 Mio. Euro. Die häufigsten Anlageformen sind Fonds und Festgelder, gefolgt von Immobilien und Aktien. Rund die Hälfte der befragten Stiftungen hat zudem abseits der liquiden Anleihe- und Aktienmärkte investiert, vor allem im Immobilienbereich. Konkrete Anlagerichtlinien gibt es wesentlich häufiger bei den größeren Stiftungen mit einem Kapital von mindestens 1 Mio. Euro: Hier geben 82 % der Befragten an, dass Anlagerichtlinien existieren, bei den kleineren Stiftungen sind es lediglich 57 %.

Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen
Rund die Hälfte der Einnahmen der Stiftungen stammt aus der Vermögensverwaltung, weitere Quellen sind Zuwendungen der öffentlichen Hand sowie Spenden. Fast jede achte Stiftung gibt jährlich über 1 Mio. Euro aus, wobei mehr als 90 % ausschließlich steuerbegünstigte Zwecke verfolgen. Insbesondere sind dies die Themen Gesellschaft, Bildung sowie Kunst und Kultur.

Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen
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