06.12.2016 | Märkte

Entwicklung der deutschen FinTech-Branche

EY hat in Zusammenarbeit mit Frankfurt Main Finance die deutsche FinTech-Branche untersucht. In den ersten neun Monate diesen Jahres wurden insgesamt 1,7 Mrd. USD in den europäischen FinTech-Markt investiert. Das größte Investitionsvolumen floss mit 421 Mio. USD in den deutschen Markt und übertraf somit erstmals Großbritannien, wo 375 Mio. USD investiert wurden. Das Niveau aus 2015 von durchschnittlich 860 Millionen USD konnte jedoch nicht erreicht werden.


Quelle: CB Insights

Ebenso hat ein Wandel bezüglich der Finanzierungsquellen auf europäischer Ebene eingesetzt. Der Anteil des Private Equity & Venture Capital nimmt zu Gunsten des Corporate Venture Capitals ab.


Quelle: CB Insights

Der deutsche Markt, als derzeit zweitgrößter FinTech-Standort, zeichnet sich durch dynamisches Wachstum aus. In den ersten zehn Monaten diesen Jahres stieg die Anzahl neuer FinTech-Unternehmen von 55 auf 305. Hauptstandorte sind Berlin und die Region um Frankfurt. Obwohl sich in Berlin bereits etwas mehr Unternehmen angesiedelt haben (87) und somit die Rhein-Main-Neckar-Region überholt (81), ist bei letztgenannter ein deutlich stärkeres Wachstum zu erkennen. Zwischen März und Oktober 2016 konnte die Rhein-Main-Neckar-Region um 45 % wachsen, während das Wachstum in Berlin mit 24 % deutlich niedriger ausfiel. Die Autoren gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt und sich die Rhein-Main-Neckar-Region als führender FinTech-Standort etablieren wird. Speziell Frankfurt setzt derzeit einige Maßnahmen zur Förderung der FinTech-Branche um. Eine zentrale Herausforderung stellt hier das derzeit noch zu geringe Finanzierungsvolumen dar.

Im internationalen Vergleich ist der europäische Markt noch vergleichsweise klein. In Nordamerika kam den FinTech-Unternehmen innerhalb der erst neun Monate 2016 ein Investitionsvolumen von 5,2 Mrd. USD zugute, in den asiatischen Markt wurden sogar 10,3 Mrd. USD investiert.

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