19.07.2017 | Märkte

Chancen und Risiken der Energiewende für institutionelle Investoren

Die niederländische Investorenvereinigung für nachhaltige Entwicklung (VBDO) hat ein White Paper zu den Risiken des Klimawandels und der strategischen Asset-Allokation veröffentlicht. Grundlage des White Papers sind drei Workshops, an denen Experten und eine Arbeitsgruppe für nachhaltige Pensionsinvestments (SPIL) teilgenommen haben. Der Fokus lag auf den Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende auf institutionelle Portfolios, auf dem Risikoexposure und Lösungsmöglichkeiten.

Zu den identifizierten Risiken zählen u.a. neue Regulierungen, technische Weiterentwicklungen und Reputationsrisiken. Wird die sog. Transition in Richtung Nachhaltigkeit kontinuierlich und unter Einbindung aller relevanten Akteure vorgenommen, fallen die Risiken entsprechend gering aus. Die neu entstandenen Anlagemöglichkeiten und Opportunitäten können schrittweise wahrgenommen werden. Erfolgt die Transition allerdings abrupt, bestehen insbesondere für diejenigen Investoren Risiken, die u.a. Klimawandel und Energiewende in ihren Portfolios bisher noch nicht berücksichtigen.

Auch wenn die Methoden und die Datenlage zur Berechnung der CO2-Bilanz eines Portfolios bisher noch ausbaufähig sind, wird Investoren geraten, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen. Ausgangspunkt einer CO2-Bilanzierung ist die Festlegung der Strategie (Risikominimierung, Engagement, Impact Investments), der betroffenen Asset-Klassen und der Emissionsquelle (Scope), die berücksichtigt werden soll. Scope 1-3 spiegeln die unterschiedlichen CO2-Emissionsquellen wider.


Quelle: Amundi, VBDO

Ein Stress-Test, der anhand der 1,5°-, 2°- und 3°-Ziele bei Staatsanleihen und Aktien (MSCI ACWI Index) durchgeführt wurde, zeigt, dass so gut wie jeder untersuchte Sektor und jeder Staat negativ beeinflusst werden wird.


Quelle: Ecofys & Triple A, VBDO

Institutionellen Investoren wird geraten, sich mit den Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende auf ihr Portfolio zu befassen und Lösungsmöglichkeiten zu sondieren. Da es keine allgemeingültigen Methoden gibt, sollte möglichst frühzeitig mit der Entwicklung eigener und passgenauer Strategien begonnen werden, um auf Risiken frühzeitig reagieren zu können. Vorgeschlagen wird z.B., das Thema regelmäßig in den Aufsichtsratssitzungen zu diskutieren und relevante Stakeholder in die Ausgestaltung einzubeziehen.


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Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Sustainability Equity und Sustainability Balanced & Fixed Income. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.


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