EIOPA veröffentlicht Konsultationspapier zur Solvenz-Regulierung von EbAV
Am 13. Oktober hat die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) ein Konsultationspapier zur Solvenz-Regulierung von EbAV veröffentlicht. Kernstück des jüngsten Vorschlags der Regulierer sind Überlegungen zur Umsetzung des "Holistic Balance Sheet (HBS)" im Rahmen der IORP-Richtlinie, also einer erweiterten Solvenzbilanz für Pensionskassen und andere Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge.
Das Konsultationspapier unterbreitet mehrere Vorschläge zu Möglichkeiten und Nutzen des HBS. Eine Option sieht vor, quantitative Solvenzanforderungen inklusive Kapitalquoten (SCR), vergleichbar mit der Solvency-II-Regelung für Versicherer, auch für IORP auf EU-Ebene einzuführen. In einer zweiten Option würden auf SCR verzichtet und stattdessen nur Mindestsolvenzgrenzen festgelegt werden. Eine dritte Variante sieht eine Umsetzung des HBS in Säule 2 und 3 des Aufsichtsrechts vor, also auf den Ebenen Governance und Offenlegung, um als Instrument des Risikomanagement die langfristige Stabilität der IORPs zu überwachen. Die Konsultationsfirst läuft bis 13. Januar 2015.