07.05.2015 | Recht

EIOPA untersucht Probleme bei Infrastrukturinvestitionen unter Solvency II

Die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) hat im Auftrag der europäischen Kommission ein Diskussionspapier veröffentlicht, das Hindernisse und Verbesserungsmöglichkeiten bei Infrastrukturinvestitionen von Versicherern unter Solvency II zum Thema hat. Durch eine Vielzahl von direkten Fragen an die Investoren werden mögliche Problemfelder identifiziert, die dann unter Einbezug der Praxis gelöst werden sollen.

Ein Problem besteht in der Beurteilung und Berücksichtigung unterschiedlicher Risikocharakteristika einzelner Investments. Im Besonderen geht es um die Behandlung von Investments, deren Risikocharakteristika nicht von der Standardbewertung für die Solvency Capital Requirements erfasst werden. Einen großen Einfluss auf das Gesamtrisiko sehen die Autoren bei der Stabilität der Einnahmen, aber auch bei dem Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital.
Die genaue Definition eines Infrastruktur-Investments wird ebenfalls als notwendig gesehen, um das Anlagefeld genau abzugrenzen. Neben dem bereits erwähnten Einnahmenrisiko und der finanziellen Struktur sollten politische, strukturelle und operationelle Risiken beachtet werden. Im Bereich des Risikomanagements halten die Autoren die Tiefe der Due-Diligence-Prüfungen sowie die Gestaltung von Stress-Tests für besonders diskussionswürdig.

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