24.01.2018 | Märkte

Finanzierungstrends im deutschen Immobilienmarkt

JLL und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat in die Einschätzungen von 45 Experten zum Immobilienmarkt in dem deutschen Immobilienfinanzierungsindex (DIFI) abgebildet. Der Index basiert auf Salden, die sich aus den prozentualen positiven und negativen Antworten der Befragten auf die Frage nach Lage und Finanzierungserwartung ergeben. Ende 2017 ist der Index innerhalb des Jahres erstmals wieder über die Nulllinie gestiegen (0,1 Punkte). Angetrieben wird der aufsteigende Trend von den höheren Erwartungen hinsichtlich des Finanzierungsgeschäfts 2018, die im Durchschnitt aber mit -9,4 Punkten noch eher pessimistisch geprägt sind. Zurückgeführt wird der Aufwärtstrend auf die verbesserte Finanzierungssituation und die guten Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung.


Quelle: JLL, ZEW

Die höchsten Erwartungen haben die Experten an Logistik-, Wohn- und Büroimmobilien. Bewegte sich die Einschätzung Anfang 2017 noch im negativen Bereich, rangieren die Werte aktuell bei ca. 5-7 Punkten. Einzelhandelsimmobilien bleiben weiterhin im negativen Bereich bei etwa -18 Punkten.
Die Einschätzung zu den Refinanzierungsmärkten setzt sich nach zwischenzeitlichen Einbrüchen zu Beginn des Jahres 2017 stabil fort. So hat sich der Index für Einlagen, Pfandbriefe, Schuldverschreibungen und Mortgage Backed Securities verbessert. Deutlich stärker zugelegt haben im Vergleich dazu Immobilienaktien.


Quelle: JLL, ZEW

Untersucht wurden auch die Erwartungen hinsichtlich der Verlängerung des Anleihekaufprogramms der EZB und deren Auswirkungen auf das Preisniveau und die Preisstruktur gewerblicher Immobilienfinanzierungen. 34 % schätzen, dass die Marge gegenüber Gebühren an Bedeutung gewinnen wird (keine Veränderung: 52 %). 33 % gehen von einer Steigerung des Risikoappetits der Finanzierer aus (keine Veränderung: 51 %). Das absolute Preisniveau wird sich nach Einschätzung von rund 82 % nicht verändern.  


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