Einfluss des Kreditzyklus auf Aktienperformance
Aus der Entwicklung des Verhältnisses von Bankdarlehen und BIP lassen sich Erkenntnisse zur Entwicklung der Aktienkurse generieren, schreibt Pimco in einem kurzen Researchpaper. Zunächst zeigen die Autoren, das eine Ausweitung der Kreditquote, also des Leverage, zu einer Reduzierung der Aktienrenditen in den Folgejahren führt, während es nahezu keine Reaktion bei den Anleihenrenditen gibt. Darauf aufbauend wird gestestet, ob im Querschnitt die Rendite von Portfolios steigt, wenn jeweils Long-/Short-Positionen in Ländern mit niedrigem/hohem Kreditvolumen eingegangen werden. Zusätzlich werden die Faktoren Value und Momentum berücksichtigt. Im Aktienbereich erzielen die Portfolios basierend auf dem Kreditfaktor, die höchsten Sharpe Ratios der Single-Faktor-Ansätze. Sowohl für Aktien- als auch Anleihen- und Mischportfolios sind die Sharpe Ratios bei Multi-Faktor-Ansätzen am höchsten, wenn diese den Kreditfaktor umfassen.

Quelle: Pimco
Im nächsten Schritt zeigen die Autoren, dass der Kreditfaktor auch bei Verwendung von Zeitreihendaten von Bedeutung ist. Die Steigerung der Sharpe Ratio bei Berücksichtigung des Faktors ist hochsignifikant, wobei die größte Steigerung der risikoadjustierten Performance durch einen Multi-Faktor-Ansatz unter Verwendung aller drei untersuchten Faktoren erzielt werden kann. Auch im Zeitverlauf liegt dieser Ansatz konsistent vorne.

Quelle: Pimco
Hinsichtlich der praktischen Umsetzbarkeit der Strategie bestehen Bedenken, da Leverage-Beschränkungen dies erschweren. Selbst kleine Beimischungen der Strategie können bei einer moderaten Steigerung des Leverage eine deutliche Steigerung der Portfolioperformance erzielen.
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