07.03.2017 | Research

Eigenschaften alternativer Risikoprämien

Die Deutsche Asset Management hat in einem Researchpapier alternative Risikoprämien, deren Einbindung im Portfolio und Möglichkeiten zum Timing untersucht. Bei Risikoprämien handelt es sich um die Prämie für die Übernahme bestimmter Risiken, die in akademische und implizite Prämien eingeteilt werden können. Wesentlicher Treiber der akademischen Prämien sind demnach Verhaltenseffekte und Carry. Unter impliziten Risikoprämien werden alle Parameter verstanden, die für Arbitrage genutzt werden können, etwa Volatilität, Dividenden oder Liquidität. Gemeinsam haben sie, dass sie sich begründen und persistent über die Zeit empirisch beobachten lassen - unabhängig von der Marktbewegung. Weiterhin sollten sie sich über unterschiedliche Instrumente vereinnahmen lassen, ohne dass dies mit hohen Kosten verbunden ist.


Quelle: Deutsche Asset Management

Risikoprämien können dem Report zufolge entweder systematisch oder diskretionär im Portfolio implementiert werden. Ein systematischer Ansatz basiert auf einem Optimierungsverfahren (Renditemaximierung/Risikominimierung). Ein solcher Ansatz stellt zwar die Diversifikation der Komponenten sicher, basiert aber ausschließlich auf Daten der Vergangenheit. Demgegenüber steht der taktischere, diskretionäre Ansatz, der jedoch durch den Manager verursachte verhaltensbedingte Verzerrungen aufweisen kann. Sinnvoll ist daher eine Kombination aus beiden Verfahren, urteilen die Autoren. Beispielsweise könnten quantitative Verfahren für die Bestimmung von Gewichtungsbändern genutzt werden, während die genaue Zusammensetzung des Portfolios dann diskretionär entschieden würde.


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