Edhec schlägt neue Standards für Dach-Hedgefonds-Reporting vor
Die französische Wirtschaftsakademie Edhec hat für das Reporting von
Dach-Hedgefonds neue Standards ausgearbeitet. In einer jetzt
veröffentlichten Studie plädieren die Wissenschaftler für eine breit
ausdifferenzierte Risikoanalyse, die den Spezifika alternativer
Investments ausgemessen sei. Die neuen Kriterien wurden in Abstimmung
mit 98 institutionellen Investoren und Fondsmanagern aus Europa
erarbeitet.
Dem Diskussionsprozess vorausgegangen war vor zwei Jahren eine Studie
von Edhec, in der sich die meisten europäischen Hedgefonds-Manager mit
der Anwendung von Reportingmethoden traditioneller Asset-Klassen
zufrieden geäußert hatten. Daraufhin hatten die Forscher einen
internationalen Diskurs über die spezifischen Reportinganforderungen
alternativer Investments initiiert.
Der Studie zufolge soll nun ein regelmäßig monatliches Reporting
angstrebt werden, das sich auf die drei Aggregationsebenen
Strategie-Gruppe, Strategie und Fonds-Level bezieht. Dach-Hedgefonds
sollen der Studie zufolge künftig ihren Anlegern Indikatoren für das
gesamte Spektrum der Risiken hinweg anbieten. Dazu gehören unter
anderem Normal Risk, Loss Risk und Extreme Risks. Darüber hinaus
fordert Edhec die Veröffentlichung von risikoadjustierter
Performance-Indikatoren.
Auch bezüglich der Mechanismen der Risikofaktoren werden ausführlichere
Informationen für die Anleger eingefordert. So sollten die Fonds ihre
Kunden ausführlich über die Einflussfaktoren auf die Performance
informieren. Dazu gehöre Aufklärung unter anderem über
Volatilität, Liquidity Risk und Credit Risk. Edhec hat bereits in der
Zwischenzeit zwischen der Studie 2003 und der jetzigen Publikation eine
deutlich gesteigerte Sensibilität bezüglich differenzierterer
Informationen festgestellt und rechnet damit, dass die Fondsmanager
künftig die Qualität ihres Reportings weiter verbessern werden.
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