17.03.2005 | 

Edhec schlägt neue Standards für Dach-Hedgefonds-Reporting vor

Die französische Wirtschaftsakademie Edhec hat für das Reporting von

Dach-Hedgefonds neue Standards ausgearbeitet. In einer jetzt

veröffentlichten Studie plädieren die Wissenschaftler für eine breit

ausdifferenzierte Risikoanalyse, die den Spezifika alternativer

Investments ausgemessen sei. Die neuen Kriterien wurden in Abstimmung

mit 98 institutionellen Investoren und Fondsmanagern aus Europa

erarbeitet.

Dem Diskussionsprozess vorausgegangen war vor zwei Jahren eine Studie

von Edhec, in der sich die meisten europäischen Hedgefonds-Manager mit

der Anwendung von Reportingmethoden traditioneller Asset-Klassen

zufrieden geäußert hatten. Daraufhin hatten die Forscher einen

internationalen Diskurs über die spezifischen Reportinganforderungen

alternativer Investments initiiert.

Der Studie zufolge soll nun ein regelmäßig monatliches Reporting

angstrebt werden, das sich auf die drei Aggregationsebenen

Strategie-Gruppe, Strategie und Fonds-Level bezieht. Dach-Hedgefonds

sollen der Studie zufolge künftig ihren Anlegern Indikatoren für das

gesamte Spektrum der Risiken hinweg anbieten. Dazu gehören unter

anderem Normal Risk, Loss Risk und Extreme Risks. Darüber hinaus

fordert Edhec die Veröffentlichung von risikoadjustierter

Performance-Indikatoren.

Auch bezüglich der Mechanismen der Risikofaktoren werden ausführlichere

Informationen für die Anleger eingefordert. So sollten die Fonds ihre

Kunden ausführlich über die Einflussfaktoren auf die Performance

informieren. Dazu gehöre Aufklärung  unter anderem über

Volatilität, Liquidity Risk und Credit Risk. Edhec hat bereits in der

Zwischenzeit zwischen der Studie 2003 und der jetzigen Publikation eine

deutlich gesteigerte Sensibilität bezüglich differenzierterer

Informationen festgestellt und rechnet damit, dass die Fondsmanager

künftig die Qualität ihres Reportings weiter verbessern werden.

 

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