26.06.2018 | Research

Dynamische Währungssicherung unter Solvency II

Neuberger Berman zeigt in einer Analyse, wie Solvency-II-Anleger durch eine dynamische Absicherung von Fremdwährungsrisiken sowohl die risiko- als auch die kapitaladjustierte Rendite gegenüber konstanten Absicherungsansätzen verbessern können. Das Regelwerk Solvency II sieht vor, dass Fremdwährungsrisiken mit 25 % Solvenzkapital unterlegt werden müssen. Die Autoren modifizieren den 2016 von ihnen entwickelten Ansatz Dynamic Ideal Hedge Ratio (DIHR), indem für die erwartete Rendite der Fremdwährungs-Exposures eine Renditeminderung kalkuliert wird, die den Auswirkungen der Kapitalunterlegung entspricht. Als Opportunitätskosten der FX-Exposures wird die Aktienrendite unterstellt. Für den Untersuchungszeitraum 2003 bis 2018 wären Versicherungen im Euro-Raum in 64 % der Zeit nicht vollständig gegen FX-Risiken abgesichert – trotz der erhöhten Kapitalanforderungen.


Quelle: Neuberger Berman

Dadurch erhöht sich die Rendite gegenüber einem permanent vollständig abgesicherten Portfolio um 50 Basispunkte auf 5,44 % bei einem gleichzeitigen Rückgang der Volatilität. Auch für einen GBP-basierten Versicherer erhöht sich die risikoadjustierte Performance des Portfolios.



Quelle: Neuberger Berman


Fremdwährungspositionen sind wesentlicher Bestandteil eines global diversifizierten Portfolios. Wie das aktive Management offener Währungsrisiken über Currency-Overlay-Strategien erfolgen kann, zeigen Tindaro Siragusano, Jasper Düx und Holger Bang von 7orca Asset Management in einem Fachbeitrag in Ausgabe 02|2018 des Absolut|report. Sie stellen die wesentlichen Faktoren einer flexiblen Sicherungsstrategie vor.

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