Dynamik bei ESG-Anleihen in Europa
Im vierten Quartal 2022 wurde in Europa ein Volumen von 155 Mrd. Euro an ESG-Anleihen und -Darlehen ausgegeben, was insgesamt zu einem Betrag von 680 Mrd. Euro im Jahr 2022 führte. Das geht aus einem Marktbericht der AFME hervor. Das ESG-Verbriefungsangebot ging aufgrund einer reduzierten Anzahl sozialer Bonds um 10 % von 8 Mrd. Euro im Jahr 2021 auf 12 Mrd. Euro im Jahr 2022 zurück. Die meisten ESG-Bonds wurden von französischen Emittenten begeben, gefolgt von deutschen.

Quelle: afme (2023)
Dabei waren ertragsbasierte ESG-Anleihen der größte Teil des Marktes und wurden im vierten Quartal 2022 mit einem Wert von 68 Mrd. US-Dollar (insgesamt 369 Mrd. USD im Jahr) am meisten ausgegeben. Der größte Anteil geht dabei auf grüne Anleihen, der sich getrieben durch den Unternehmenssektor um 6 % gegenüber dem Vorjahr steigerte, während soziale und nachhaltige Anleihen rückläufig waren. Auch staatliche Akteure spielen eine Rolle. Der Staatssektor gab 2022 die größten grünen Einzelemissionen aus, wobei Österreich und Dänemark grüne Staatsanleihen emittierten und die EU sowie einige europäische Staaten bereits laufende grüne Anleihenprogramme fortsetzten. Im Gegensatz dazu verringerte sich die Ausgabe von sozialen Anleihen im Gesamtjahr 2022 um 40 % und die Ausgabe von nachhaltigen Anleihen ging um 12% gegenüber dem Vorjahr zurück.
2022 begab der Staatssektor die größten grünen Einzelemissionen mit Beträgen von 6,5 Mrd. bis 5 Mrd. Euro. Österreich und Dänemark haben während des Jahres 2022 grüne Staatsanleihen emittiert und die EU sowie einige europäische Staaten haben bereits laufende grüne Anleihenprogramme fortgesetzt. Die Ausgabe von sozialen Anleihen verringerte sich im Gesamtjahr 2022 um 40 %, die nachhaltiger Anleihen um 12 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Ausgabe von sustainability-linked Anleihen verzeichnete im vierten Quartal 2022 einen Anstieg gegenüber den beiden vorherigen Quartalen, jedoch wurden im Jahresvergleich 16 % weniger emittiert, obwohl im ersten Quartal 2022 ein Rekordbetrag ausgegeben wurde.

Quelle: afme (2023)
Der Preis für CO2 stieg im 4. Quartal 2022 in der EU auf 81 Euro/Tn und erreichte im ersten Quartal 2023 einen Höchststand von 100 Euro/Tn. Die Gesamtmenge der Zertifikate sank von 1349 73 MtCO2eq 2020 auf 100447 MtCO2eq im Jahr 2021. China hatte das größte Emissionshandelssystem mit einem Anteil von 8,80 % der jährlichen Treibhausgasemissionen weltweit, gefolgt von der Europäischen Union mit einem Anteil von 3,20 % und Korea mit 1,10 %. Die Emissionen in der EU und im UK sind seit 2013 kontinuierlich gesunken
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