28.05.2015 | Studie

Downside-Protection-Strategien für institutionelle Investoren

In einer globalen Studie hat State Street Global Advisors im April institutionelle Investoren zu ihren Strategien am Aktienmarkt befragt. Die Ergebnisse zeigen zwar einerseits, dass Anleger ihre Aktienallokationen deutlich erhöht haben, andererseits aber, dass die Mehrheit nun höhere Aktienrisiken im Portfolio trägt als gewünscht. 53 % der Studienteilnehmer gaben an, ihre Allokation eigentlich reduzieren zu wollen, aber angesichts der niedrigen Verzinsungen in anderen Asset-Klassen keine passenden Alternativen zu sehen. Darüber hinaus rechnet die Mehrzahl der Investoren in den kommenden zwölf Monaten mit einer Korrektur der jüngsten Kursgewinne. Hierzu geben neun von zehn Befragten an, ihr Portfolio vor entsprechenden Verlustrisiken ausreichend gesichert zu haben. Die Autoren von State Street deuten dies allerdings als ein Zeichen von Selbstüberschätzung bei vielen Investoren. Anleger tun sich demnach schwer, ihre Anlageziele mit dem Marktdruck in Einklang zu bringen.


Quelle: State Street

Eine nähere Analyse der eingesetzten Wertsicherungsstrategien zeigt, dass global auf nur wenige verschiedene Ansätze zurückgegriffen und häufig nur eine einzige Strategie genutzt wird. Von den 84 % der Befragten, die derzeit Absicherungsstrategien nutzen, setzen 53 % dynamische Allokationsstrategien zur Absicherung ein. 73 % nutzen Low-Volatility-Strategien oder planen dies. Gleichzeitig sind zwei Drittel der befragten Investoren der Auffassung, Diversifikation innerhalb des Aktienportfolio sei zur Absicherung ausreichend. State Street gibt zu bedenken, dass vielen Investoren die wahren Konzentrationsrisiken in ihren Portfolios nicht bewusst sind. Zwar hat die letzte Finanzkrise dazu geführt, dass Anleger nun eher Maßnahmen zur Absicherung vornehmen, allerdings seien die verfolgten Ansätze häufig nur von trügerischer Sicherheit.


Quelle: State Street

Die Autoren kommen insgesamt zu dem Schluss, dass viele Anleger besser über Absicherungsstrategien gegen Marktabschwünge aufgeklärt werden müssten. Grundsätzlich herrsche unter Anlegern ein hohes Maß an möglicherweise nicht gerechtfertigtem Optimismus.

Die Downside Protection von Investments und verschiedene Absicherungsstrategien werden regelmäßig im Absolut|report thematisiert. Weiterhin analysiert Absolut Research alternative Strategiekonzepte in der monatlich erscheinenden Publikation Absolut|monitor - Alternative UCITS, die Rendite und Risiko von mehr als 800 alternativen Strategien im UCITS-Format aufzeigt.

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