24.03.2025 | Märkte

Diversifikation und Renditechancen von Cat Bonds

Cat Bonds stellen angesichts ihrer niedrigen Korrelation zu anderen Assetklassen und der Generierung alternativer Risikoprämien eine interessante Diversifikationsmöglichkeit für institutionelle Portfolios dar, zeigt eine Marktanalyse des Bundesverbands Alternative Investments (BAI). Das Renditepotenzial ergibt sich dabei aus einer Kombination der geringen Korrelation mit anderen Assetklassen und der geringen Eintrittswahrscheinlichkeit der versicherten Katastrophenereignisse.

Langfristig sollten die risikoadjustierten Renditen von Cat Bonds die von Hochzinsanleihen mit vergleichbaren Ausfallrisiken übertreffen. Gemessen am Swiss Re Cat Bond Index lag die Rendite von Cat Bonds seit 2004 bei 7,1 % p.a. Im Vergleich zu Aktien ergibt sich aufgrund der erheblich geringeren Volatilität eine deutlich größere Sharpe Ratio.



Quellen: BAI, Twelve Capital, Bloomberg


Demgegenüber steht das Risiko des Totalverlusts, was investorenseitig allerdings meist durch einen breiten Anlageansatz zur Diversifikation der Risiken minimiert wird. Über die vergangenen 25 Jahre lag der erwartete Verlust von Cat Bonds bei 2,0 %, was dem von High Yield Bonds mit einem B+ Rating entspricht.

Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit werden Cat Bonds als ESG-positive Instrumente angesehen, da sie dazu beitragen, finanzielle Schäden von Naturkatastrophen zu begrenzen bzw. Kapital zum Wiederaufbau bereitzustellen. Während sie die finanziellen Folgen des Klimawandels abmildern können, beeinflussen klimabedingte Ereignisse auch ihr Rendite-Risiko-Profil, da ein erheblicher Teil der versicherten Risiken, wie Hurrikane und Stürme, potenziell von den Folgen des Klimawandels betroffen ist.

Global wächst das Volumen der ausstehenden Cat Bonds stetig. Mit rund 2/3 ist der Großteil der versicherten Risiken auf den US-Markt konzentriert. Trotz wachsender internationaler Bedeutung ist die Verbreitung von Insurance-Linked Securities in Deutschland aufgrund regulatorischer Hürden eingeschränkt. Versicherer etwa beklagen mangelnde regulatorische Klarheit und das sogenannte Spartentrennungsprinzip, das den Assekuranzen vorschreibt, nur in den Versicherungszweigen aktiv zu sein, für die sie eine Lizenz besitzen.


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