27.04.2026 | Studie

Digitale Assets zwischen Regulierung und Marktvolatilität

Trotz hoher Volatilität planen institutionelle Investoren eine Ausweitung ihrer Engagements in Digital Assets, zeigt eine Studie von Coinbase in Zusammenarbeit mit EY-Parthenon. 73 % der Befragten beabsichtigen demnach, ihre Allokationen 2026 zu erhöhen. Haupttreiber sind regulatorische Klarheit, die Verfügbarkeit regulierter Produkte und eine verbesserte Infrastruktur.

Gleichzeitig wird Regulierung als zentraler Spannungsfaktor sichtbar: Während sie für viele Investoren ein wesentlicher Treiber für steigende Allokationen ist, stellt regulatorische Unsicherheit für 66 % zugleich das wichtigste Investitionshemmnis dar. Die hohe Volatilität führt dabei vor allem zu stärkerem Risikofokus, ohne die grundsätzliche Allokationsbereitschaft zu reduzieren. Befragt wurden 351 institutionelle Entscheidungsträger weltweit. 


Quellen: Coinbase, EY-Parthenon

Spot-Investments und ETFs dominieren weiterhin die Allokation, während Lending und Staking an Bedeutung verlieren. Regulierte Zugangswege haben sich dabei als Standard etabliert: 66 % der Investoren nutzen ETFs oder ETPs für den Zugang zu Kryptowährungen, und 81 % bevorzugen ein Engagement über regulierte Vehikel. Drei von vier Investoren erwarten steigende Preise, und Kryptowährungen werden mehrheitlich als eine der drei attraktivsten Anlageklassen für risikoadjustierte Renditen genannt. 


Quellen: Coinbase, EY-Parthenon

Mehrheitlich nutzen Investoren Multi-Custodian-Modelle, vor allem zur Risikoreduktion. Bei der Auswahl von Verwahrstellen haben regulatorische Compliance und Sicherheitsaspekte stark an Bedeutung gewonnen, während Kosten weniger relevant sind. Stablecoins werden zunehmend für Cash-Management und Transaktionen eingesetzt, wobei Governance-Strukturen angepasst werden. Tokenisierung gewinnt deutlich an Interesse: Rund zwei Drittel der Asset Manager zeigen Interesse an der Tokenisierung von Vermögenswerten.


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