24.01.2011 | Report

Die europäischen Staatsanleihemärkte 2011

Ein Research Report von Exane BNP Paribas gibt aus aktuellem Anlass einen Ausblick auf die Entwicklung der Staatsanleihemärkte 2011 in der Euro-Zone. Griechenland- und Irland-Krise sorgten 2010 für nervöse Reaktionen an den Kreditmärkten. Die Unterstützungsmaßnahmen der Europäischen Union für die unter Druck geratenen Mitglieder haben demnach stabilisierende Wirkungen auf den Märkten entfaltet.
Spanien sehen die Analysten resistent gegen negative Entwicklungen und stufen das Land aufgrund der niedrigen Staatsverschuldung als fähig ein, höhere Zinsen über einen längeren Zeitraum zu tragen. Für Portugal könnte hingegen der von Griechenland und Irland ausgelöste Domino-Effekt greifen. Bei weiterem Druck seitens der Märkte müsse Portugal vermutlich Hilfe vom European System of Financial Supervisors (EFSF) annehmen.
 

Quelle: Exane BNP Paribas

In Italien sei die Staatsverschuldung hoch, das Land könne daher sehr sensitiv auf Erhöhungen der Yields reagieren. Gleichzeitig ist bei den privaten Haushalten die Sparrate hoch und die Verschuldung niedrig. Somit blieben mittelfrisitig Kapazitäten für Refinanzierungen. Langfristig wird die Solvabilität Italiens allerdings kritisch gesehen.


Quelle: Exane BNP Paribas

Stressperioden seien laut der Publikation auch in Zukunft zu erwarten. Die Ausgestaltung des EFSF begünstige in seiner jetzigen Form Ansteckungseffekte. Die Neugestaltung ab 2013 werde maßgeblichen Einfluss auf die Kreditmarktstabilität in Europa haben.

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