Diamanten als Rohstoffinvestment
Den Eigenschaften von Diamanten als Rohstoffinvestment sind die Autoren Kenneth und Erika Small von der Coastal Carolina University und Jeff Smith vom Virginia Military Institute in einem Forschungspapier nachgegangen. Zur Analyse der Risiko- und Renditecharakteristika eines Diamanteninvestments nutzen die Autoren Daten für den Zeitraum 2001-2011. Aufgrund der Tatsache, dass Diamanten verschiedene Qualitätsstufen aufweisen, die sich preislich stark unterscheiden, werden diese in der Arbeit gesondert betrachtet. Für Investments sind jedoch nach Ansicht der Autoren vor allem Schmucksteine relevant, so dass sich die Analyse auf diese fokussiert. Über den gesamten Beobachtungszeitraum zeigt sich, dass makellose Diamanten mit einer annualisierten Rendite von 6,4 % einen höheren Ertrag erbringen, als der gesamte Diamantensektor mit 3,21 %, der auch Industriesteine beinhaltet. Gleichzeitig konnten die Steine sowohl den Aktienmarkt als auch den aggregierten Rohstoffsektor schlagen, wenn auch bei deutlich höherer Volatilität.
Quelle: Small, Smith, Small (2012)
Im nächsten Schritt wird geprüft, wie stark Diamanten mit verschiedenen anderen Asset-Klassen korreliert sind. Insbesondere Schmucksteine weisen demnach eine äußerst geringe Korrelation zu Aktien, Anleihen und Gold auf, wobei letztere Korrelation sogar leicht negativ ist. Zuletzt werden sowohl auf Basis des CAPM als auch des Fama-French-Modells die Betas und damit die Abhängigkeit von Aktienmarktbewegungen von Diamanten geschätzt. Die sich ergebenden Betas sind allesamt nahe Null.