24.02.2015 | Märkte

Deutsche Wohnimmobilien bieten weiterhin Potenzial

Die Deutsche Bank hat in einem aktuellen Marktbericht den Wohnimmobilienmarkt Deutschlands analysiert. Inflationsbereinigt sind die Wohnungspreise  2014 um 4,5 % gestiegen. Dennoch sind Deutsche Städte im europäischen Vergleich eher günstig, was den Autoren zufolge weiteren Spielraum nach oben lässt.


Quelle: Deutsche Bank

Regional entwickeln sich die Preise für Wohnimmobilien sehr unterschiedlich. Wirtschaftlich starke Regionen verzeichnen weiterhin einen Anstieg der Preise, während sie in den schwächeren Regionen bedingt durch Abwanderung unter Druck stehen. Im letzten Jahr sind die Preise für Wohnimmobilien in B-Städten zum ersten Mal stärker als in A-Städten gestiegen. Unter den  20 Städten mit den höchsten Preiszuwächsen befindet sich keine A-Stadt mehr, München folgt erst auf Platz 25. Auch Universitätsstädte sind kein Garant für starkes Wachstum mehr: In typischen Universitätsstädten wie Bayreuth, Bamberg, Münster oder Heidelberg sind die Wohnimmobilienpreise nur halb so stark gewachsen, wie im Bundesdurchschnitt.


Quelle: Deutsche Bank

Teilweise ziehen die Preise für Immobilien stärker an als die Mieten. Anzeichen einer Blase sehen die Autoren jedoch nicht, da die Mietrenditen zwar  im Durchschnitt auf 3,8% gefallen sind, aber damit nur geringfügig unter dem langjährigen Mittel liegen. Ein Risiko für Investoren stellt  die Mieterschutzpolitik dar, beispielsweise die Mietpreisbremse. Angesichts der demographischen Entwicklung wird es in den kommenden Jahren vermehrt zu Erbschaften mit Immobilienübergang kommen, wodurch sich das Angebot am Markt vergrößert. Größere Auswirkungen auf die Preise sehen die Autoren jedoch nur in wirtschaftlich schwächeren Regionen.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
Mehr zum Thema "Wohnimmobilien Residentials"
zurück