26.09.2019 | Märkte

Deutsche Investoren erhöhen Immobilienquote

Immobilieninvestments machen bei deutschen Multi-Asset-Investoren aktuell rund 10 % des Anlagevermögens aus, eine weitere Erhöhung auf 11 bis 13 % wird laut einer Studie von Catella erwartet. Bei den befragten 64 institutionellen Investoren aus Deutschland sind deutsche Immobilien-Sondervermögen besonders beliebt, gefolgt von Direktanlagen und offenen luxemburgischen Immobilien-Sondervermögen. Am stärksten investiert wird in das Segment der Büroimmobilien, auch wenn hier in den nächsten Jahren mit einer leichten Verringerung zu rechnen ist. Langfristig soll der Anteil aber tendenziell steigen. An zweiter Stelle folgen Wohnimmobilien. Um die Immobilienquote in der Asset Allocation zu erhöhen, investiert die Mehrheit verstärkt in indirekte Real-Estate-Anlagen. Eine vergleichsweise kleine Gruppe nutzt Direktinvestments.  


Quelle: Catella Research

In Hinblick auf das kommende Jahr ist der deutsche Immobilienmarkt für die Befragten am attraktivsten, gefolgt von Anlagen in der EU (exklusive Deutschland) sowie Nordamerika und Asien.


Quelle: Catella Research

Rund 90 % der Befragten ist davon überzeugt, dass die Bedeutung von ESG-Kriterien in der Immobilienanlage steigend bis stark steigend ist. Keiner der Befragten glaubt an eine sinkende Bedeutung. Weitere Erkenntnisse der Autoren sind, dass die Mehrzahl der Immobilien in den Zielmärkten zu teuer werden. Ausweichstrategien zielen dabei unter Berücksichtigung der Risiken primär auf das Segment Value-add.

Für die kommenden Quartale gehen die Autoren davon aus, dass bei Immobilieninvestments in Zukunft Urbanität die kurzfristige Rendite außerhalb der Ballungszentren schlägt. Außerdem werden langfristiger Werterhalt und die Zukunftsfähigkeit durch Nachhaltigkeit entscheidend für den Investmenterfolg sein. Stabile Erträge erwarten sie zudem in aktuell gut investierbaren Lagen, auch bei steigenden Zinsen.

 

Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Immobilien jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Real Estate. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 34 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 160 Universen.

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