Deutsche Investoren bei Smart-Beta-Anlagen zurückhaltend
mart-Beta-Anlagen als Sammelbegriff für Investments auf Basis nicht nach Marktkapitalisierung gewichteter Indizes ist für über die Hälfte der europäischen Investoren ein wichtiger struktureller Trend, zeigt eine Umfrage von Invesco PowerShares von Anfang Dezember. Vor allem in Großbritannien und Italien sehen über die Hälfte der Befragten in alternativen Indexgewichtungsmethoden den besten Zugangsweg für Indexinvestments. In Deutschland dagegen sind über zwei Drittel der Umfrageteilnehmer zurückhaltend, 71 % halten Smart-Beta-Lösungen gegenüber traditionellen Indexanlagen für nicht überlegen. Nur 12 % erwarten eine dauerhafte Verdrängung von marktkapitalisierungsgewichteten Indizes durch alternative Smart-Beta-Konstrukte. In Großbritannien und Italien erwarten dies über ein Drittel der Befragten. Dennoch geben 59 % der deutschen Umfrageteilnehmer an, Investments in Smart-Beta-Produkte in Erwägung zu ziehen und liegen damit etwas über dem Durchschnitt der Umfrage.
Quelle: Invesco
Dabei werden Smart-Beta-Lösungen vor allem auf der Grenze zwischen aktivem und passivem Investment eingeordnet. 29 % sehen Smart Beta als Ergänzung ihrer aktiven Kapitalanlagen, 21 % als Ergänzung zu ihren passiven Anlagen. Hinsichtlich der Smart-Beta-Strategien bevorzugen aktuell zwei Drittel der Befragten fundamentale Gewichtungsmethoden, gefolgt von Low Volatility und High Dividend bei jeweils knapp jedem zweiten Befragten. Gleichgewichtete und Momentum-Strategien werden mit 26 % bzw. 22 % der Nennungen bislang eher wenig umgesetzt. 
Quelle: Invesco
Aktuell haben die Studienteilnehmer im Durchschnitt 9 % ihrer Kapitalanlagen nach Smart-Beta-Kriterien investiert. In den kommenden drei Jahren erwartet die Studie eine Verdopplung des Anteils auf 18 %. In Deutschland liegt der Anteil gegenwärtig bei 3 %, es wird ein Anstieg auf 11 % erwartet.