05.12.2005 | 

Deutsche Institutionelle sind risikoscheu

Den deutschen institutionellen Anlegern fehlt der Mut zum Risiko. Dies

beeinträchtigt ihre Renditechancen empfindlich.  Das ergab eine

Studie zum Thema Investmentkultur, für die Union Investment 173

Investoren befragte, die insgesamt 200 Milliarden Euro verwalten. Neben

der mangelnden Risikobereitschaft hemmten auch Restriktionen die

Investmentkultur in Deutschland.

In der Umfrage, die Union Investment mit Roland Berger durchführte,

wurden die sechs Indikatoren Risikobewusstsein, Zuversicht,

Information, Zielvorgaben, Restriktionen und Unabhängigkeit erhoben,

gewichtet und zu einem Index zusammengefasst. Ihr Risikobewusstsein

mussten die Investoren auf einer Skala von 1 bis 100 einstufen.

Insgesamt schätzten sich 86 Prozent der deutschen institutionellen

Investoren als sicherheitsorientiert ein. Nicht einer von ihnen

erklärte, dass er sehr hohe Ertragserwartungen habe und dabei hohe

Verlustrisiken eingehe.

Alexander Schindler, im Union-Vorstand für das institutionelle Geschäft

zuständig, bezeichnete die weitgehende Risikoabstinenz als

problematisch. Nur über den bewussten Umgang mit Risiken und eine

daraus abgeleitete optimierte Risiko-Rendite-Struktur könnten die

Investoren ihre Ziele erreichen. Zur Stärkung der Investmentkultur

unter deutschen institutionellen Anlegern bedürfe es "dringend" der

Verbesserung des Risikobewusstseins, forderte Schindler.

 

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