Deutsche Bank Research prognostiziert hohes Preisniveau für Nahrungsmittel
Deutsche Bank Research veröffentlichte im März eine Prognose zur Entwicklung der Nahrungsmittelpreise. Den aktuellen Preisanstieg führen die Autoren auf angebotsseitige Faktoren, d.h. größtenteils schlechtes Wetter zurück. Mittel- und langfristig wird die steigende Weltmarktnachfrage jedoch zu einer Ausweitung des Angebots führen. Noch im Laufe diesen Jahres wird es demnach zu einem Nachlassen der Weltmarktpreise kommen, für das Jahrzehnt verbleiben sie allerdings auf einem hohen Niveau.
Quelle: Deutsche Bank Research
Die wachsende Nachfrage in den Schwellenländern gepaart mit der geringen Lagerhaltung auf Produzentenseiten wird außerdem zu steigender Volatilität auf den Weltmärkten führen. Ein Vergleich mit vergangenen Preiserhöhungen zeigt, dass die Mais- und Sojapreise noch bis in den Herbst auf hohem Niveau verharren könnten.
Quelle: Deutsche Bank Research
Weiterhin bleiben Nahrungsmittelpreise die größte Inflationsgefahr in Schwellenländern, die etwa 50 % ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben. In OECD-Staaten dagegen werden mehr weiterverarbeitete Lebensmittel konsumiert, hier ist der Zusammenhang zwischen Weltmarktpreisen und Konsumentenpreisen deutlich schwächer ausgeprägt.