ETFs können zur Marktliquidität beitragen
Die Deutsche Asset Management hat in einer Marktanalyse den Einfluss von ETFs auf die Liquidität verschiedener Marktsegmente und Asset-Klassen untersucht. Demnach sind die Investoren im Wesentlichen über die Liquidität in einzelnen Fixed-Income-Bereichen besorgt, die sich in geringeren Beständen der Broker niederschlägt. Angesichts des Niedrigzinsumfeldes ist eine große Anzahl an Investoren in das per se weniger liquide High-Yield-Segment ausgewichen. Gleichzeitig sind die Assets under Management von Fixed-Income-ETFs in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Trotz dieses erheblichen Wachstums des ETF-Marktes machen die Indexprodukte bisher im Aktienmarkt aber nur rund 5 % des Marktvolumens aus – im Anleihensegment sind es lediglich 1,2 %. 
Quelle: Deutsche Asset Management
Es fällt auf, dass ein großer Teil der institutionellen ETF-Anleger diese nicht nur für taktische, sondern auch für strategische Investments nutzt. Gleichzeitig wächst die Investorenbasis. In jüngeren Stressphasen hat dies dazu geführt, dass zwar einige Anleger durch Verkauf ihrer ETFs schnell ihr Exposure in riskanteren Asset-Klassen verringern konnten, andere Investoren diese Rücksetzer hingegen für Einstige nutzten, so dass die Netto-Flows nur gering ausfielen. Dies zeigt, dass das befürchtete Herdenverhalten bisher nicht eingetreten ist. Insgesamt stellen die Autoren fest, dass sie ETFs meist auf die liquidesten Teilmärkte konzentrieren und sich angesichts ihrer Einfachheit und geringer Kosten die Investorenbasis deutlich verbreitert hat. Durch den Sekundärhandel von ETFs wurde eine neue Liquiditätsquelle geschaffen, was sich gerade in Stressphasen ausgezahlt hat. Dies gilt auch für die weniger liquiden Märkte wie High Yield Bonds. Zwar steigert dies nicht die Liquidität der unterliegenden Märkte, jedoch ist die zusätzliche Liquidität durch den ETF-Sekundärhandel vorteilhaft für die Marktteilnehmer.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds und ETFs jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.