Deutliches Wachstum bei Infrastruktur-Fonds
In den letzten drei Jahren hat sich die Anzahl der Infrastruktur-Fonds vervierfacht. Das Anlagevolumen in Europa stieg gleichzeitig laut einer Studie von Deloitte auf 22 Milliarden Euro an.
Größtes Wachstumspotential liegt in den Schwellenländern, doch investieren die Fonds vornehmlich in Westeuropa. Gründe hierfür seien laut der Studie die positiven Rahmenbedingungen in den OECD Staaten. Diese böten Stabilität, Marktgröße und Marktvielfalt, während in den Wachstumsmärkten strukturelle Hindernisse Engagements erschweren.
Investiert wird in Flughäfen, Häfen, erneuerbare Energien, Abfallwirtschaft, Verkehrsnetze und Servicedienste. Die Fonds erwarten mit durchschnittliche Renditen von 12 bis 15 Prozent und einen jährlichen Cash Yield von etwa fünf Prozent. Höhere Renditen wären mit höherem Risiko verbunden, was die Fondsmanager nicht zuletzt aufgrund der langfristig geplanten Engagements vermeiden wollen.
Die Branche zeigt sich in ihren Prognosen, Prioritäten und Positionierungen sehr homogen. Neben Westeuropa werden China und Indien zukünftig am meisten an Bedeutung gewinnen, sagt Jörg Bünning, Partner Consulting bei Deloitte.