Deloitte zeigt positive Tendenzen bei Private Equity im deutschsprachigen Raum
Der aktuelle Private Equity Survey Q3/Q4 2007 zeigt die Auswirkungen der Finanzkrise, deutet aber die Konsolidierung der Branche grundsätzlich positiv. Gemäß der von Deloitte regelmässig veröffentlichten Studie, kündigten die Private-Equity-Gesellschaften im vierten Quartal 2007 in Deutschland Käufe im Wert von zwei Mrd. USD an, dies entspricht einer Halbierung zum dritten Quartal. Im zweiten Halbjahr 2006 waren sie mit Übernahmen von 33 Mrd. USD noch die wichtigsten Treiber des deutschen M&A-Markts. Im europäischen Ausland hielten sich die M&A-Märkte trotz Kreditkrise gut, weil strategische Erwerber weiter sehr stark akquirierten. Das europäische M&A-Volumen übertraf mit 456 Mrd. USD das Vorjahresquartal sogar um acht Prozent.
Im vierten Quartal stabilisierte sich der Abwärtstrend des PE-Stimmungsindikators, so dass er mit einem leichten Plus bei 84 Punkten lag (Q3/07 -40 Punkte). Laut der befragten Private-Equity-Manager verbesserte sich die finanzielle Lage ihrer Beteiligungen, die Entwicklung des Transaktionsvolumens sowie der Fremdkapital-Aufnahmemöglichkeiten, was zuversichtlich für deren Aktivitäten in den kommenden Monaten stimmt.
Die momentane Situation wird nicht als Knappheits- sondern eher als eine bankenseitige Vertrauenskrise gesehen. Auch wenn sie den Private-Equity-Markt vordergründig schwer traf, nahm die Dealanzahl noch im zweiten Quartal zu, ein Trend der sich im dritten und vierten Quartal weiter fortsetzte. Gerade für die mittelständisch geprägten deutschen Private-Equity-Fonds werde die Konsolidierung des US-Subprime-Marktes vermutlich geringere Auswirkungen haben, da hier noch Finanzierungskonzepte seitens der Banken verfügbar sind.