Dekarbonisierung des Energiesektors
Eine Studie von Bain and Company zeigt, dass die Marktteilnehmer davon ausgehen, dass sich die Dekarbonisierung bis 2030 verlangsamen wird. Ihre langfristigen Erwartungen bleiben jedoch weitgehend positiv, zeigt die Untersuchung, die Einblicke in die Perspektiven von Führungskräften der Energie- und Rohstoffbranche hinsichtlich der Energiewende gibt.
Geopolitische Entwicklungen haben zu Ungleichgewichten im Energiesystem geführt und die Komplexität des Sektors erhöht. Die Befragten erwarten daher, dass sich die Dekarbonisierung des Sektors kurzfristig verlangsamen wird. Dennoch glaubt rund ein Drittel der Befragten, dass das eigene Unternehmen auf dem Weg zum Netto-Null-Energieverbrauch weiter fortgeschritten ist als die Konkurrenz. Zwei Drittel glauben, dass es schneller vorankommt als die Welt insgesamt.
Befragt wurden 600 Führungskräfte aus dem Bereich Energie und natürliche Ressourcen.
Die Reduzierung von Scope-1- und Scope-2-Emissionen bleibt die wichtigste ESG-Priorität für Energie- und Rohstoffunternehmen. Weitere Schwerpunkte sind die Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften, Scope-3-Emissionen und die Kreislaufwirtschaft.

Quelle: Bain and Company (2023)
Die Studienteilnehmer nannten eine Reihe von Hindernissen für die Dekarbonisierung des Energiesystems und die Skalierung kohlenstoffarmer Unternehmen, darunter eine begrenzte Kapitalrendite, die Bereitschaft der Kunden, höhere Preise zu zahlen, mangelnde politische und regulatorische Unterstützung und das Fehlen der erforderlichen Technologie.

Quelle: Bain and Company (2023)
Im Jahr 2023 wollen die Unternehmen des Energiesektors rund 24 % ihres Kapitals in neue kohlenstoffarme Wachstumsbereiche investieren, gegenüber 16 % im Jahr 2020.
Erneuerbare Energien, digitale Technologien und Energiespeicherung werden als die Technologien für den Sektor bis 2030 genannt. Langfristig wird Wasserstoff als Schlüsseltechnologie angesehen. Für Investoren können sich daraus risikoärmere und gleichzeitig renditestärkere Investitionsmöglichkeiten ergeben.
Mit der Publikation Absolut|impact zeigt Absolut Research das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, Methoden und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.