23.06.2008 | Umfrage

Dach-Hedgefonds Industrie wächst auch in 2007 weiterhin stark

In einer jüngst veröffentlichten Studie von Fitch Ratings geben die Autoren einen Überblick über die Entwicklung der Dach-Hedgefonds Industrie. Der Studie zufolge konnte die gesamte Branche, trotz der anhaltenden Kritik an der zusätzlichen Gebührenebene, erneut hohe Mittelzuflüsse im Jahr 2007 verzeichnen.

In der Studie wird neben der Entwicklung des Gesamtmarkts, mit Fokus auf den europäischen Markt, weiterhin die Entwicklung der Anleger, der Regulierung, und der Performance betrachtet. Der Studie zufolge durchlief die Branche in der Vergangenheit ein rasantes Wachstum. Von 1992 an stiegen die Assets under Management von ca. 100 Mio. US-$ auf ca. 1000 Mrd. US-$ (1 trn. US-$). Von diesen Assets werden ca. 50% in Europa Verwaltet.

Auch die Anlegerbasis hat sich geändert. Waren anfangs überwiegend wohlhabende Privatanleger investiert, hat nunmehr der Anteil institutioneller Anleger im Bereich der Dach-Hedgefonds stark zugenommen. Ihr Anteil an den Assets under Management beläuft sich der Studie zufolge auf etwa 50%. Anleger, die dieses Segment meiden, führen u.a. als Gründe Intransparenz und die Gebührenstruktur an.

Hinsichtlich der Regulierung sehen die Autoren langsame Verbesserungen in Europa. Zwar seien immer noch viele Dach-Hedgefonds offshore registriert, allerdings wird eine Zunahme in der onshore Registrierung verzeichnet. In ihrer Performanceanalyse kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass Dach-Hedgefonds sich gut zur Diversifikation eignen und zur Absicherung vor Verlusten beitragen.

Für die Zukunft sehen die Autoren Druck auf der Gebührenseite auf die Dach-Hedgefonds zukommen. Dieser Druck könnte, so die Studie, durch eine  Zunahme von Replikationsstrategien und Multi-Strategy Single Hedge Funds aufgebaut werden. Sie sehen aber auch weiterhin Wachstumspotential durch die Änderung in der Regulierung und dem zunehmenden Interesse institutioneller Anleger an Dach-Hedgefonds in Europa.

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