16.03.2015 | Märkte

Credit Suisse untersucht langfristige Entwicklung der Finanzmärkte

Die Credit Suisse hat in der neuen Ausgabe des Investment Returns Yearbook die langfristige Entwicklung von 23 Finanzmärkten weltweit analysiert. Global konnte im Zeitraum 2000 bis 2014 mit Aktien eine reale annualisierte Rendite von 1,8 % erzielt werden, mit Anleihen dagegen das Dreifache. Wird dagegen der Zeitraum bis zum Jahr 1900 ausgeweitet, dann kehrt sich das Verhältnis um. Noch drastischer ist der Unterschied zwischen Equity- und Bond-Investments in Deutschland. Von 2000 bis 2014 betrug die reale Rendite von Aktien 1,5 % - im Anleihenmarkt waren es dagegen 7,5 %.


Quelle: Credit Suisse

Zusätzlich zu den Länder- und Regionsanalysen enthält der Report drei Artikel, in denen Industriegewichtungen in Aktienmärkten, Nachhaltige Geldanlagen und die Mean-Reversion-Eigenschaften der Diskontierungsfaktoren von Aktien untersucht werden. Langfristig haben sich verschiedene Industriesektoren unterschiedlich gut entwickelt: Während sich mit Aktien der Tabakindustrie in den USA seit 1900 jährlich Renditen von 14,6 % erzielen ließen, waren es beim Schiffbau 6,4 %. Der Gewichtung der Industriesektoren kommt damit hohes Gewicht zu. Dabei ist es nicht so, dass "alte" Technologien (z.B. Eisenbahn) grundsätzlich schlechter performen als neue Technologien (z.B. Airlines). Durch die Über- und Untergewichtung bzw. Industrie-Rotation können Momentum- und Fundamental-Strategien erfolgreich sein.


Quelle: Credit Suisse

Derzeit werden 14 Billionen US-Dollar nach ethischen Kriterien verwaltet, etwa ein Sechstel der globalen institutionellen Assets. Bei Nachhaltigkeitsstrategien besteht grundsätzlich die Wahl zwischen Ausschlüssen oder Dialog mit den Unternehmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsbilanz. Unter dem Aspekt Rendite sind solche Strategien vor allem dann sinnvoll, wenn die Investoren den Ansatz ganzheitlich verfolgen und dies intern eine breite Unterstützung genießt. Ausschlüsse bestimmter Branchen haben alleine grundsätzlich keine Auswirkungen auf die risikoadjustierte Performance, sondern können sich sowohl positiv als auch negativ auswirken. Umgekehrt können jedoch auch Investments in "Sin-Stocks", etwa Unternehmen der Tabak- oder Rüstungsbranche, stabile Outperformances generieren.

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