13.09.2010 | Report

CO2-Handel noch nicht ausgereift

Oekom Research hat Mitte August ein Positionspapier zum CO2-Handel in der EU veröffentlicht. Demnach seien die Erwartungen an den im Jahr 2005 eingeführten Emissionshandel, einen maßgeblichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele zu leisten, bei Weitem noch nicht erfüllt.
Die Europäische Union testet ein solches System seit 2005: das EU Emissions Trading Scheme (EU ETS). Grundsätzlich bewertet oekom research das System positiv. Die bisherigen Erfahrungen zeigen allerdings, dass der europäische Emissionshandel noch weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Das große Volumen der ausgegebenen Emissionsrechte hätte laut Oekom Research zu sehr niedrigen CO2-Preisen und damit falschen Marktsignalen geführt. Außerdem seien zahlreiche Branchen und Treibhausgase nicht in das EU ETS eingebunden

Zwar biete der Emissionshandel die Möglichkeit, CO2-Emissionen zu reduzieren, der Ausschluss bestimmter Branchen und das hohe Volumen ließen die Klimaschutzbemühungen jedoch ins Leere laufen, da die Preise zu gering wären. Für die dritte Handelsperiode des EU ETS von 2013 bis 2020 hat die EU Kommission Nachbesserungen zur Mängelbeseitigung angekündigt. Dazu zählen unter anderem die Ausweitung auf weitere Treibhausgase, die Einbeziehung zusätzlicher Branchen sowie eine stärkere Auktionierung der Emissionsrechte. Ein weiterer Fokus liegt auf der sukzessiven Verringerung des Volumens ausgegebener Zertifikate über die gesamte Laufzeit hinweg.


Quelle: Oekom Research

Der Report stellt zudem ausführlich den Emissionshandel und den aktuellen Markt dar. Anschließend werden aktuelle politische Entwicklungen und die notwendige Schaffung eines internationalen Emissionshandels diskutiert.

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