Chancen und Risiken von Asset Backed Securities
Aegon Asset Management hat in einer kurzen Analyse die Eigenschaften von Asset Backed Securities (ABS), deren Risikoprofil und die Marktstruktur in Europa untersucht. Grundsätzlich handelt sich es um Darlehensverbriefungen eines Special Purpose Vehicle (SPV). Zwei wesentliche Konstruktionsmethoden können unterschieden werden: Pass-Through und Pay-Through. Bei ersterem sind alle emittierten ABS des SPV gleichberechtigt und repräsentieren einen entsprechenden Anteil am unterliegenden Forderungspool. Bei Pay-Through-Strukturen werden verschiedene Tranchen seitens des SPV emittiert, die unterschiedliche Charakteristika u.a. bezüglich der getragenen Kreditrisiken, Zinssätze und Fälligkeitsprofile aufweisen. Fallen Forderungen aus, werden die Verluste zunächst von den schwächeren Tranchen getragen, die für das erhöhte Kreditrisiko mit höheren Zinsen kompensiert werden. Durch die Transparenz des Forderungsportfolios haben Investoren die Möglichkeit, die Risiken des Portfolios und damit der ABS-Tranchen zu bewerten, um die richtige Tranche für ihr individuelles Risikoprofil zu selektieren.
Quelle: Aegon Asset Management
ABS weisen ähnliche Risiken wie festverzinsliche Wertpapiere auf, unterschieden sich allerdings in einigen Punkten: Durch die meist variable Verzinsung ist das Zinsänderungsrisiko geringer. Weiterhin ist geht das Kreditrisiko nicht von Staaten oder Unternehmen, sondern von Endverbrauchern aus. Ein Risiko besteht in der relativ geringen Liquidität. Speziell bei Euro-denominierten ABS fällt auf, dass ein vergleichsweise großes Exposure zu Südeuropa besteht, was Konzentrationsrisiken impliziert. Der ABS-Markt der Eurozone ist mit 1,02 Billionen Euro mehr als halb so groß wie der Markt für Unternehmensanleihen (1,87 Billionen Euro). Mit rund 60 % entfällt der größte Teil auf die Verbriefung von Wohnimmobilienkrediten, dahinter folgen Konsumentenkredite mit 19 %. Ein weiteres wichtiges Segment ist der CDO-Markt. 
Quelle: Aegon Asset Management
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf ABS jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Credit Private Debt & Asset-Backed. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.