Aufwärtstrend bei Spezialfonds setzt sich fort
Die Ratingagentur Telos hat die jährlich erscheinende Studie zur Entwicklung des deutschen Spezialfondsmarkts für 2017 veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich zwar ein etwas schwächeres Wachstum, mit einem Plus von 120 Mrd. Euro nimmt das Volumen dennoch weiter zu und summiert sich auf 1,6 Bill. Euro, wie BVI-Zahlen belegen. Mit dem anhaltenden Zinsniveau ist auch weiterhin mit einem konstanten Wachstum zu rechnen, schätzen die Autoren.
Investoren nutzen Spezialfonds überwiegend für Anleiheninvestments. Hier liegen bei Staatsanleihen (30 %) und Unternehmensanleihen (22 %) nach wie vor die Schwerpunkte, allerdings haben beide im Vergleich zum Vorjahr an Relevanz verloren. Während sich die Aktienquote bei 12 % stabilisiert hat, haben alternative Asset-Klassen – vor allem Immobilien (12 %) – deutlich hinzugewonnen. Bei den übrigen Alternatives ließ sich kein ausgeprägter Aufwärtstrend erkennen. 70-90 % der Anleger sind hier nicht investiert, im Bereich Infrastruktur nur jeder zehnte. Zu den Asset-Klassen, die von den Investoren zukünftig vorrangig präferiert werden, zählen insbesondere Immobilien (81 %) und internationale Unternehmensanleihen (79 %).
Quelle: Telos
Je nach Größe des Anlagevolumens neigen Versicherungsunternehmen dazu, den überwiegenden Teil ihrer Gelder (bis zu 80%) selbst zu managen, beobachten die Autoren. Ihr Engagement in Spezialfonds haben Versicherer jedoch deutlich aufgestockt. Dies betrifft insbesondere Mandate mit hohem Spezialisierungsgrad. Versorgungswerke und Einrichtungen aus der Altersvorsorge dagegen vertrauen mindestens 50% ihrer Assets Spezialfonds an. 
Quelle: Telos
Die Studienteilnehmer repräsentieren ein Investitionsvolumen von insgesamt 609 Mrd. Euro. Hiervon sind ca. 243 Mrd. Euro in Spezial-AIF investiert (2016: 200 Mrd. Euro).
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