05.08.2014 | Studie

Chancen in Afrika durch wachsende Mittelschicht

Obwohl der afrikanische Kontinent bei den drei Problemfeldern Korruption, Konflikte und Gesundheit deutliche Verbesserungen erzielt hat, sind deutsche Unternehmen auf diesem Markt nach wie vor unterrepräsentiert, zeigt eine gemeinsame Studie des Afrika Vereins der Deutschen Wirtschaft und des 2b AHEAD ThinkTanks. Für die Jahre bis 2025 identifiziert die Studie sechs Haupttrendfelder identifiziert.

Aufgrund einer Abflachung des Wachstums in China wird von dieser Seite versucht, in Afrika über große Investitionen neue Absatzmärkte und Rohstoffquellen zu erschließen. Auch andere Länder, etwa Brasilien, sind hier bereits aktiv. Unter dem Aspekt mittelfristig ansteigender Lohnniveaus in den jetzigen Schwellenländern ist damit zu rechnen, dass Produktionskapazitäten auf den afrikanischen Kontinent verlagert werden, womit auch der dortige Konsum ansteigen dürfte. Die wachsende Mittelschicht wird dafür sorgen, dass der Konsumsektor einen großen Anteil des afrikanischen Wirtschaftswachstums ausmachen wird. Damit dürfte sich die Wirtschaft, die bislang nahezu ausschließlich vom Rohstoffsektor getragen wird, weiter diversifizieren und damit weitere Impulse für ein Wachstum legen.

Die Abkoppelung der wirtschaftlichen Entwicklung von westlichen Institutionen und Staaten verringert andererseits den Demokratisierungsdruck, der von diesen ausgeht. Hier spielt mit hinein, dass Verflechtungen und Handel mit anderen Staaten, etwa im ehemaligen Ostblock, durch geringere Anforderungen bspw. bei Visabestimmungen einfacher zu organisieren sein können. Insgesamt eröffnen neue Technologien und junge Generationen nicht nur wirtschaftlichen, sondern ebenfalls politischen Wandel, der es breiteren Bevölkerungsschichten ermöglicht, vom Aufstieg des Kontinents zu profitieren. Zwischen den einzelnen Regionen Afrikas bestehen jedoch deutliche Unterschiede. Während Nordafrika für Investitionen besonders attraktiv erscheint, bestehen in Westafrika noch Sicherheitsbedenken, die das Wachstum hemmen.

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