20.11.2014 | Märkte

Cat-Bond-Investoren machen Rückversicherern Konkurrenz

Die Ratingagentur Fitch hat im jährlich erscheinenden Global Reinsurance Guide die Entwicklungen und Aussichten der Rückversicherungsbranche analysiert. Trotz eines stabilen Rating-Ausblicks ist Fitch skeptisch bezüglich der zukünftigen Profitabilität. Grund hierfür sind sinkende Preise im Versicherungsmarkt, die anders als früher nicht ein rein zyklisches Phänomen sind, sondern auch durch das Niedrigzinsumfeld bedingt werden: Alternative Kapitalanlagen, die Versicherungsrisiken verbriefen, beispielsweise Cat Bonds oder Insurance-Linked Securities (ILS), führen zu höherer Konkurrenz im Markt und entsprechend zu sinkenden Prämien für die Absicherung der Risiken. Auf der anderen Seite können die Unternehmen durch die Begleitung der Emission solcher Papiere zusätzliche Erträge generieren.  


Quelle: Fitch

Seit dem Jahr 2008 ist der Marktanteil für Versicherungsrisiken der alternativen Investoren von 8 auf 15 Prozent gestiegen und macht rund 50 Mrd. US-Dollar aus. Allein im ersten Halbjahr 2014 erreichten die Cat-Bond-Neuemissionen ein Volumen von 5,7 Mrd. US-Dollar. Insgesamt stehen damit 21,7 Mrd. US-Dollar in diesem Segment aus. Mit 86 Prozent der Neuemissionen entfällt der Großteil auf die Verbriefung von Risiken in den USA, vor allem Sturmschäden. Außerhalb der USA sind Japan und Europa die größten Märkte. Im laufenden Jahr wurden in Japan drei Neuemissionen begeben (Erdbeben- und Taifun-Risiken), während in Europa lediglich ein neues Papier an den Markt kam, welches Sturmrisiken verbrieft.

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