06.09.2008 | Studie

BVK Statistik zeigt hohe Nachfrage im deutschen Private Equity-Markt

Die Nachfrage nach Private Equity in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2008 sowohl im Gründungs- und Technologiebereich als auch im deutschen Mittelstand weiterhin hoch gewesen. Dies geht aus der Ende August  veröffentlichten Statistik des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) hervor. Das Investitionsvolumen betrug 3.575 Mio. Euro, wobei mit 74% der größte Anteil von einheimischen Kapitalbeteiligungsgesellschaften stammte. Die Steigerung der Investitionen sowohl im 1. als auch im 2. Quartal gegenüber den jeweiligen Vorjahresquartalen zeigt,dass Private-Equity-Gesellschaften in Deutschland von den Problemen der internationalen Finanzmärkte relativ gering betroffen sind.

Mit 68% der Gesamtinvestitionen entfällt der Großteil auf Buy-out-Transaktionen. Weitere 20% flossen in Wachstums- und 9% in Seed- und Start up- Finanzierungen. Das Fundraising-Ergebnis zeigt im ersten Halbjahr 2008 wie erwartet eine deutliche Reduzierung, im Gegensatz zu dem besten Ergebnis seit 2000 im Vorjahr. Der Mittelzufluss betrug 703 Mio. Euro im ersten und 289 Mio. Euro im zweiten Quartal dieses Jahres, was einer Halbierung gegenüber dem Vorjahreszeitraum gleichkommt.

Nach Meinung des BVK dürfte der Private-Equity- Markt auch zukünftig weitere Dynamik erhalten. Einerseits aufgrund der sich weiterhin verschärfenden Finanzschwierigkeiten des deutschen Mittelstandes aufgrund von Basel II und zum anderen weil junge Technologieunternehmen auf Venture-Capital-Unternehmen als Investoren angewiesen sind, da Banken häufig das Risiko solcher Investments scheuen.

Trotz der guten Zahlen liegt Deutschland noch weit hinter anderen europäischen Ländern. Ein Grund sieht die Studie in den weiterhin suboptimalen heimischen Rahmenbedingungen für Private-Equity-Fonds.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
zurück