14.11.2019 | Märkte

Buy-and-Hold in Zeiten geringer Credit Spreads

Buy-and-Hold-Strategien sind auch in Zeiten niedriger Spreads im Credit-Markt attraktiver als Market-Timing-Ansätze, zeigt eine kurze Marktanalyse von Tabula Investment Management. Die Autoren vergleichen Buy-and-Hold mit drei Momentum-basierten Trading-Strategien und verwenden CDS-Indizes, um die Kreditrisikoprämie ohne Zinsrisiken abbilden zu können. Tendenziell gehen höhere Spreads zum Einstiegszeitpunkt mit einer darauffolgend höheren Performance des Index einher. Dieser Zusammenhang kann sowohl auf kurze als auch auf mittlere Sicht beobachtet werden.


Quelle: Tabula Investment Management

Selbst bei Einstiegszeitpunkten mit niedrigen Spreads war die Indexperformance in 85 % der Fälle nach einem Jahr positiv, über drei Jahre war sie es nahezu in jedem Fall. Verglichen wurde ein Buy-and-Hold-Ansatz für den Zeitraum 2007 bis 2019 mit drei Momentum-Strategien, bei denen der Index ge- bzw. verkauft wurde, sobald die Preise oberhalb bzw. unterhalb des 20/60/120-Tages-Schnittes lagen. Im Beobachtungszeitraum konnte keine Momentum-Strategie den Buy-and-Hold-Ansatz schlagen. Die 20-Tages-Strategie konnte zwar zeitweise outperformen, gab diese relativen Gewinne im Zeitverlauf aber wieder ab.


Quelle: Tabula Investment Management

Angesichts der gezeigten Schwierigkeiten, ein perfektes Market-Timing umzusetzen, und der positiven Indexperformance – selbst bei geringen Spread-Niveaus – wird als Fazit der Buy-and-Hold-Ansatz favorisiert.


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