14.11.2019 | Studie

Anlagetrends der Versicherungsbranche

Eine deutliche Mehrheit der Versicherer sieht das kurzfristige Anlageumfeld positiv, dennoch hat die Risikobereitschaft abgenommen, zeigt der jährlich erscheinende Global Insurance Report von BlackRock. Ursächlich sind Sorgen wegen hoher Bewertungen sowie makroökonomische Bedenken. Positiv werden dagegen die verbesserten Bedingungen für das Kerngeschäft der Assekuranzen eingeschätzt.

Um den Herausforderungen gerecht zu werden, verbreitern die Versicherungsunternehmen ihre Asset-Allokation. Im Fokus stehen Anlagen in unkorrelierte Private Market Investments wie Real Assets, Private Equity und Immobilien. Im Mittel gehen die Befragten von einer Steigerung der Private-Markets-Allokation von derzeit 6,6 % auf 8,5 % in den kommenden drei Jahren aus. Treiber dieser Entwicklung sind Effizienz, Diversifikation sowie Rendite- und Ertragsaspekte. Befragt wurden 360 Entscheidungsträger der Versicherungsbranche weltweit.


Quelle: BlackRock

Bei Fixed Income Investments stehen IG-Unternehmensanleihen, Verbriefungen sowie grüne Anleihen hoch im Kurs, skeptischer hingegen sind die Investoren bei Staatsanleihen, inflationsindexierten Produkten und Bank Loans. Trotz anhaltendem Zinsdruck und der Suche nach auskömmlichen Renditen sind 83 % der Befragten überzeugt, dass sich im Fixed-Income-Bereich weiterhin Potenziale für Alpha finden. Grundsätzlich wird bei der Asset-Allokation ein holistischer Ansatz verfolgt, der sich auf schwerer zugängliche Asset-Klassen fokussiert.


Quelle: BlackRock

Das Thema ESG nimmt an Relevanz zu: Zwei Drittel der Versicherer geben an, dass sie Nachhaltigkeit stärker als im Vorjahr berücksichtigen. Teilweise müssen allerdings Kompromisse eingegangen werden, da es Zielkonflikte gibt, etwa hinsichtlich Diversifikation. Dies deutet darauf hin, dass im Mittelpunkt die Vermeidung bestimmter ESG-Risiken steht, weniger hingegen das Verfolgen konkreter positiver Impact-Ziele.


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