03.07.2006 | 

Bundesfinanzminister fordert stärkere Regulierung von Offshore-Hedgefonds

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat sich für eine größere Transparenz und mehr Regulierung von Hedgefonds in so genannten "Steueroasen" stark gemacht. Die Finanzminister der Gruppe der sieben führenden Industrieländer und Russlands (G-8) hätten sich bei ihrem Treffen in St. Petersburg mit Hedgefonds beschäftigt, "die von Offshore-Finanzzentren aus agieren und völlig intransparent sind", sagte Steinbrück. Als Beispiele für solche Steueroasen verwies er auf Karibik-Staaten und die Isle of Man.

In einem ersten Schritt müsse mehr Transparenz erreicht werden. Hierfür eine Regulierung im Sinne einer Finanzmarktaufsicht einzuführen, "wäre ein zweiter Schritt, den ich mir wünschte", erklärte Steinbrück.

Gleichzeitig stellte er die zunehmende Rolle heraus, die Beteiligungskapital für den deutschen Mittelstand spiele. "Wir werden dies nicht mehr zurückdrehen können, und man sollte es, wenn man es könnte, auch nicht tun", sagte Steinbrück. Man müsse mit Blick auf die Fonds aber "sehr genau differenzieren". Deutschland könne sich generell nicht von der globalen Entwicklung abkoppeln, sonst werde es zu Abwanderungen solcher Firmen kommen.

 

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