03.12.2013 | Märkte

Bundesbank warnt vor möglichen Überbewertungen deutscher Immobilien

Im Monatsbericht Oktober setzt sich die Deutsche Bundesbank ausführlich mit der Preisentwicklung auf dem deutschen Immobilienmarkt auseinander. Insbesondere Wohnimmobilien in den Ballungsräumen befinden sich demnach seit 2010 in einer Preisdynamik, die durch demographische und ökonomische Faktoren nur bedingt gerechtfertigt wird. Zwar ist zwischen 1996 und 2006 ein Rückgang der realen Immobilienpreise zu beobachten gewesen, dennoch haben die jüngsten Preissteigerungen zu Überbewertungen geführt. Für Wohnimmobilien in Städten schätzt die Bundesbank, dass die aktuellen Überbewertungen zwischen 5 % und 10 % betragen könnten, in Großstädten bis zu 20 %.


Quelle: Bundesbank

Der Preisdruck wird nach Einschätzung der Bundesbank auch kurzfristig nicht nachlassen, sodass weitere Preissteigerungen möglich sind. Dennoch gehen die Autoren von keinen erheblichen makroökonomischen Risiken aus und führen die Überbewertungen in erster Linie auf schleppende Neubautätigkeiten zurück. Ebenfalls zeigt das Wachstum der Immobilienkredite keine adverse Entwicklung, so der Marktbericht. Mittelfristig hält die Bundesbank bei entsprechender Angebotsausweitung Preiskorrekturen für möglich, auch wenn die erwarteten Wohnungsneubauten nicht ausreichen dürften, die steigende Nachfrage zu bedienen.


Quelle: Bundesbank

Abgesehen von den regionalen Preisspitzen sieht die Bundesbank für den deutschen Wohnimmobilienmarkt insgesamt keine Anzeichen für eine systematische Überbewertung.

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