Branchentrends und Opportunitäten bei Private-Equity-Fonds
Der Consultant Mackewicz & Partner hat in einer Marktstudie die Veränderungen im Private-Equity-Segment analysiert. Demnach hat das robuste Wachstum der Branche in den vergangenen Jahren zu einem Konzentrationsprozess geführt. So entfielen 37 % des Fundraising im Jahr 2016 auf die 20 größten PE-Fonds - sieben Prozentpunkte mehr als zwei Jahre zuvor. Die Autoren schätzen, dass der Marktanteil großer Manager durch hohen Regulierungs- und Kostendruck weiter zunehmen wird.

Quellen: Mackewicz & Partner
Ebenfalls stellen die Autoren fest, dass ein Trend zu Börsengängen von PE Managern eingesetzt hat. In der Folge könnten die Aktien der börsennotierten Manager interessanter werden als deren Fonds. Veränderungen in der Vergütungsstruktur haben sich bei größeren Fonds in steigenden Gebühreneinnahmen niedergeschlagen und könnten den Fokus des Fondsmanagers beeinflussen, da die Erfolgsbeteiligung relativ an Attraktivität verliert, argumentieren die Autoren. Demgegenüber steht der klassische Ansatz, in dem Fondsmanager mit eigenem Kapital am Fonds beteiligt sind und so ähnlichen Anreizen unterliegen, wie die Limited Partner.
Quellen: Mackewicz & Partner
Die Autoren ziehen aus den Entwicklungen zwei Schlussfolgerungen für Investoren. Stabile, konsistente aber moderate Renditen lassen sich über Investments in Fonds großer Private-Equity-Häuser realisieren. Eine stärkere Outperformance in einem Nischensegment kann mit der richtigen Auswahl eines kleineren PE-Fonds erfolgen. Dies ist allerdings mit höherem Selektions- und Analyseaufwand verbunden.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Private Equity jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Listed Infrastructure & Private Equity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 13.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.