27.03.2012 | Märkte

BIS sieht kontrolliertes Deleveraging bei europäischen Banken

Die Bank for International Settlements legt in ihrem Mitte März veröffentlichten "BIS Quarterly Review" den Fokus auf die Staatsschuldenkrise in Europa in Verbindung mit dem weltweit angeschlagenen Bankensystem, den Zentralbankinterventionen und das im Zuge der erhöhten Eigenmittelanforderungen an Banken derzeit durchgeführte Deleveraging der Banken.

Die Aktienkurse, insbesondere die der Banken, in Europa haben sich zwischen Dezember 2011 und Februar 2012 deutlich erholt. Die zwei langfristigen Refinanzierungsprogramme der EZB, die die Banken mit viel Liquidität versorgten, haben den Prozess des Deleveraging und die damit verbundenen Asset-Verkäufe zudem entspannt, schreibt die BIS.


Quelle: BIS

Dies habe in Verbindung mit der Lösung in der Kausa Griechenland auch die Refinanzierungsmöglichkeiten der EU-Staaten erheblich verbessert, wodurch sich die Bond Yields und die CDS Spreads verringert haben. Zwar müssen die Banken bis Juni ihr Funding Ratio für das Tier-1-Kapital auf 9 % erhöhen, der Deleveraging-Prozess daher weitergehen, es seien aber keine signifikanten Auswirkungen auf die Asset-Preise oder die Kreditmärkte zu erwarten.

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