16.12.2009 | Research

BIS analysiert Liquiditätskrisen

Ein Ende November erschienenes Working-Paper der Bank for International Settlements (BIS) rezensiert 10 Annahmen über Gründe der Entstehung von Liquiditätskrisen und wie man ihnen begegnet. Der Autor bringt dabei vorangegangene Arbeiten und allgemeine Aussagen zu diesem Thema zusammen. Damit bietet die Arbeit einen Überblick über vorhandene wissenschaftliche Literatur und eine Argumentationsgrundlage für die Diskussion über aufsichtrechtliche Regelungen. Behandelte Themen sind idiosynkratische und systematische Risiken, Liquidität im freien Finanzsystem, die Implementierung von Sicherheiten und die Aktivitäten von Zentralbanken und Aufsichtsbehörden.


Quelle: Borio, BIS (2009)

Eine der wesentlichen Eigenschaften von Liquiditätskrisen sei die wechselseitig verstärkende Wirkung zwischen Marktliquidität, Refinanzierung und Gegenparteienrisiko. Dieser Kreislauf kann zu vollständigem Marktversagen auf dem Kredit- und Geldmarkt führen. Liquiditätskrisen seien außerdem keine plötzlich hereinbrechenden Zustände, sondern ihnen gehe generell eine längere Periode des Aufbaus großer Risiken oder überdehnter Bilanzen voraus. Desweiteren plädiert der Autor nicht das Ausmaß, sondern die Effektivität von Zentralbankmaßnahmen zu analysieren und stellt die Auswirkungen verschiedener Maßnahmen dar.


Quelle: Borio, BIS (2009)

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