30.03.2016 | Märkte

Beurteilung und Implementierung von Smart-Beta-Konzepten

BlackRock hat in eine umfangreiche Publikation zum Thema Smart Beta herausgegeben, in der die Grundlagen von Investments in alternativ gewichtete Indexkonzepte und Faktorstrategien zusammengestellt sind.
Im Abschnitt Understanding Smart Beta werden die Grundzüge und Vorzüge beschrieben, die sich in bisherigen Untersuchungen gezeigt haben, wie etwa die Verbesserung der Performance und die Reduzierung von Risiken bzw. Ausweitung der Diversifikation gegenüber kapitalisierungsgewichteten Ansätzen sowie die Vermeidung hoher Kosten im aktiven Management. Weltweit umfassen die Smart-Beta-ETPs 230 Mrd. US-Dollar, davon entfällt knapp die Hälfte auf Dividendenprodukte. Etwa jeder zwölfte investierte Dollar fließt in die neuen Strategien, was sich in einer Ausweitung des Produkt- und Anbieterspektrums niedergeschlagen hat.


Quelle: BlackRock

In Teil 2, der Beurteilung von Smart-Beta-Strategien und –produkten wird ein sechsstufiger Prozess empfohlen. Es gilt zuerst, das Investment-Ziel zu verdeutlichen und die Investierbarkeit des Exposures festzustellen. Im Anschluss sollten die Strategie und ihre Konstruktion genau verstanden und die erwartete Performance unter verschiedenen Marktregimen geprüft werden. Dabei sollte der Kontext des bestehenden Portfolios berücksichtigt und nicht zuletzt der Kostenaspekt im Blick behalten werden. Ein weiterer Gesichtspunkt ist das Risiko von Arbitrage und Kapazitätsgrenzen, der jedoch in der Studie als wenig relevant eingestuft wird, da Smart-Beta-Strategien einerseits sehr transparent sind, andererseits aber auch fundamentale Risiko- und Renditefaktoren abbilden. Damit hängen sie nicht, wie andere Ansätze, von bestimmten Informationsvorsprüngen ab und weisen höhere Kapazitäten auf. Dennoch kann es sinnvoll sein, die relativen Bewertungen der einzelnen Faktoren zu berücksichtigen.


Quelle: BlackRock

Der letzte Abschnitt behandelt die Implementierung von Smart-Beta-Strategien im Portfolio. Drei grundsätzliche Schlüsselanwendungen gilt es zu berücksichtigen: taktische, strategische und Risikomanagement-Aspekte. Angesichts geringer Korrelation einzelner Faktoren zueinander kann es sinnvoll sein, diese miteinander zu kombinieren, um Portfolios mit den gewünschten Risiko-Rendite-Charakteristika zu generieren. Bei der Gewichtung der Faktoren sind zwei Verfahren üblich, entweder eine Gleichgewichtung oder die Risikoparität.

Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Faktorstrategien jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Smart Beta - Equity und Smart Beta - Fixed Income & Commodity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.

Mehr zum Thema "Smart Beta" finden Sie auch im Absolut|report.

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