Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien durch Asset Manager
Die wachsende Bedeutung von ESG-Aspekten im Investmentprozess von Vermögensverwaltern zeigt eine Studie von Russell Investments. Im Jahr 2020 berücksichtigen 78 % der Vermögensverwalter ESG-Faktoren entweder quantitativ oder qualitativ; dies sind 5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Besonders hoch ist die Relevanz in Kontinentaleuropa, wo mit 97 % nahezu alle Befragten Nachhaltigkeit in den Investmentprozess integriert haben. Am höchsten ist die Bedeutung von Governance (82 %), gefolgt von Environmental (13 %). Befragt wurden 400 Vermögensverwalter weltweit.

Quelle: Russell Investments
Wichtigste Quelle für ESG-bezogene Informationen ist der direkte Kontakt zu den Unternehmen, gefolgt von Geschäftsberichten und externen Datenanbietern. Die Einbindung von ESG-Faktoren wird von den Befragten nicht als Selbstzweck angesehen: 63 % geben an, ESG-Aspekte zu berücksichtigen, wenn deren Auswirkungen auf die Performance als groß eingeschätzt werden. Damit wird ESG verstärkt als Tool des Risikomanagements angesehen. Klimarisiken allein haben offenbar keine wesentlichen Auswirkungen auf die Entscheidungen der Asset Manager. Rund die Hälfte der Befragten bietet ESG-Reporting für Investoren sowohl für ESG- als auch konventionelle Produkte an.

Quelle: Russell Investments
Für die Zukunft sehen die Befragten die größte Nachfrage nach ESG-Integrations-Ansätzen, die oftmals klassische Benchmarks zur Grundlage haben. Die Autoren vermuten daher, dass die Anleger vor allem versuchen, Core-Allokationen durch Nachhaltigkeitsfaktoren zu erweitern. Unter den Impact-Strategien sind Klimarisiken, SDGs und Social Impact am wichtigsten.
Mit der Publikation Absolut|impact zeigt Absolut Research das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, ESG-Initiativen und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.