12.03.2019 | Märkte

Benchmarking von Real Estate Investments

Um die Vorteile des Benchmarkings im Real-Estate-Sektor nutzen zu können, sollten die Investoren verstehen, wie diese bestmöglich konstruiert und angewandt werden können, schreibt MSCI in einer kurzen Analyse. Zunächst gilt es, eine klare Investment-Strategie zu formulieren, die sich in spezifische und messbare Rendite/Risiko-Eigenschaften übersetzen lässt. Bei der anschließenden Auswahl der Benchmark kommt es darauf an, dass die Benchmark diese spezifischen Anforderungen hinreichend abdeckt, um die Performance der Investment-Strategie zu evaluieren.

Für die Auswahl ist das spezifizierte Investment-Level ein wichtiges Kriterium. Manche Benchmarks werden auf dem Fund-Level gemessen. Dies bedeutet, dass sie neben der Performance der unterliegenden Assets auch Informationen zu Bilanz-Aspekten wie indirekte Immobilieninvestments, Verschuldung, Hedging und Kosten umfassen. Asset-Level Benchmarks hingegen bilden nur die Wertentwicklung des unterliegenden Immobilienportfolios ab. Unabhängig davon stellt sich die Frage nach einer allgemeinen Benchmark oder einer, die sehr stark spezialisiert ist. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, mehrere Benchmarks zu verwenden: Für die Evaluierung der allgemeinen Immobilienstrategie eine globale, diversifizierte Benchmark und spezialisierte Benchmarks auf Ebene einzelner Substrategien. Dies muss durch die Anwendung von Best-Practice-Verfahren bzgl. Governance, Methodologie und Datenqualität gestützt werden.

Indem Allokationsgewichte mit relativen Renditen kombiniert werden, ist es möglich, die Performance-Treiber der Strategien besser zu identifizieren. Durch die Performance-Attribution kann untersucht werden, ob das Management Stärken bzw. Schwächen bei der allgemeinen Anlagestrategie oder bei der Selektion einzelner Assets aufweist. Zuletzt gilt es, regulatorische und Governance-Aspekte zu berücksichtigen.


Quelle: MSCI


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