04.12.2014 | Studie

Beimischung alternativer Risikoprämien reduziert Portfoliovolatilität

Basierend auf einer Umfrage unter institutionellen Investoren hat Union Investment alternative Risikoprämien auf ihre Eignung zur Portfoliodiversifikation untersucht. Im Fokus der Analyse stehen die vier bekanntesten Prämien Value, Size, Momentum und Low-Risk, die durch das simultane Eingehen entsprechender Long- und Short-Positionen realisiert werden können. Zunächst liefern die Autoren Erklärungsansätze für die Existenz der Prämien. Diese können, wie im Falle der Value- Momentum- und Low-Risk-Prämie, im Verhalten der Investoren begründet liegen, oder aber, wie im Falle der Size-Prämie, durch das Eingehen höherer systematischer Risiken oder geringere Liquidität der Titel bedingt werden.


Quelle: Union Investment

Für den Zeitraum 2003 bis 2014 wird im Anschluss untersucht, wie die historische Entwicklung der Prämienstrategien verlaufen ist. Alle vier Prämien-Strategien haben im untersuchten Zeitablauf an Wert gewonnen, wobei die Outperformance von Size und Momentum besonders augenscheinlich ist. Annualisiert betragen die Renditesteigerungen 5,8 % für Size, 4,8 % für Momentum und 3,9 bzw. 3,3 Prozent für Value und Low-Risk. Auch risikoadjustiert wurde durchgängig eine Outperformance erzielt. Bedingt durch ihre sehr niedrigen, teils sogar negativen Korrelationen sehen die Autoren die Prämien als geeignete Diversifikationsmöglichkeit für ein Portfolio. Werden alle vier Strategien gleichgewichtet implementiert, sinkt die entstehende  Portfoliovolatilität auf ein Niveau von 3,47 % und ist damit geringer als die Volatilität der Low-Risk-Strategie. Gleichzeitig beträgt die Überrendite 228 Basispunkte. Eine tägliche Anpassung der Gewichte nach einem Risk-Parity-Ansatz verbessert die Ergebnisse nochmals.


Quelle: Union Investment

Zuletzt wird untersucht, welche Effekte die Beimischung eines solchen Risikoprämienportfolios (ARP) in ein bestehendes Multi-Asset-Portfolio nach sich zieht. Zwar führt die Beimischung zu einer Verringerung der Rendite, doch wird dies von der Risikoreduzierung überkompensiert. Nicht nur die Volatilität, sondern auch der Maximalverlust kann so erheblich verkleinert werden.

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