Bedeutung externer Asset Manager für Versicherungen steigt
Das Researchhaus Spence Johnson hat in einer Marktanalyse Perspektiven der Asset-Management-Industrie für Versicherungsunternehmen untersucht. Versicherer gelten als weniger produktzentrierte Investoren, sondern eher outcome oriented, d.h. an der Erreichung bestimmter übergeordneter Ziele interessiert. Mögliche Ziele sind bspw. eine Renditesteigerung, Erhöhung der Kapitaleffizienz, Volatilitätsreduzierung oder Schutz gegen Kreditqualitätsverschlechterungen.
In der Folge sind industrieweite Produkttrends eher unwahrscheinlich, was die Rolle externer Asset Manager verkompliziert: Ein Outsourcing des Asset Managements an Externe ist komplex und verlangt seitens der Anbieter maßgeschneiderte Lösungen. Positive Kehrseite eines Outsourcings kann allerdings sein, dass die Beziehungen zwischen Assekuranz und Asset Manager längerfristig ausgelegt werden. Obwohl die Expertise in der Asset-Allokation als der wesentliche Faktor für die Selektion externer Manager gilt, bieten diese eine Reihe verschiedener zusätzlicher Services an, darunter Asset-Liability Matching, Cash Flow Modelling und Performance Attribution. Zwar sind damit höhere Kosten für die Anbieter verbunden, doch lassen sich so Kunden gewinnen. 
Quelle: Spence Johnson
In den 11 untersuchten europäischen Ländern betragen die von Versicherern gehaltenen Assets insgesamt 10 Billionen Euro, davon entfallen 6,6 Billionen auf General Account Assets. 12 % hiervon werden derzeit von externen Asset Managern verwaltet. Bis zum Jahr 2025 gehen die Autoren von einer Steigerung auf 16 % aus. Dies liegt einerseits am gezielten Kapazitätsausbau der Manager im Hinblick auf Versicherungskunden und andererseits an der Komplexität alternativer Asset-Klassen, für die entsprechendes Expertenwissen notwendig ist. 
Quelle: Spence Johnson
Absolut Research unterstützt institutionelle Investoren bei der Selektion von Asset Managern mit der monatlichen Publikation Absolut|ranking. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.