25.09.2013 | Research

Bedeutung der Fondsgröße im aktiven Portfoliomanagement

Ein aktuelles Forschungspapier hat die Performance aktiv gemanagter Fonds in Hinblick auf Wechselwirkungen zwischen Fondsvolumen und dem Können des Fondsmanagers untersucht. Die Autoren Lucas Pastor, Robert Stambaugh und Lucian Taylor von den Universitäten Chicago und Pennsylvania weisen nach, dass das durchschnittliche Alpha eines Fondsmanagers in den letzten 30 Jahren deutlich gestiegen ist. Die monatliche Outperformance der besten 10 % stieg seit 1979 von 51 auf 88 Basispunkte. Im Industriedurchschnitt ergibt sich allerdings keine Performancesteigerung für diesen Zeitraum. Hier zeigt die Analyse, dass sich die steigende Gesamtanzahl von aktiven Fonds negativ auswirkt, da sich tendenziell weniger Opportunitäten für den einzelnen Manager ergeben.


Quelle: Pastor, Stambaugh, Taylor (2013)

Darüberhinaus belegt die Studie, dass der Anstieg an talentierten Managern nicht auf Lerneffekte bestehender Fonds zurückzuführen ist, sondern durch neue Fonds bedingt wird. Aktive Manager, die neu in den Markt kommen, sind überdurchschttlich "gut". Im Mittel liefern junge Fonds mit einem Alter bis zu drei Jahren eine bessere Monatsperformance als Fonds, die mehr als zehn Jahre am Markt sind. Dennoch steigt mit wachsender Größe der aktiven Fondsindustrie die Schwierigkeit für einzelne Fonds, Alpha zu generieren, wodurch im Mittel keine Performancegewinne über den Betrachtungszeitraum zu beobachten sind. Entgegen früherer Studien können die Autoren auf Fondsebene allerdings keinen negativen Einfluss des Fondsvolumens auf die Performance nachweisen. Die Forschungsarbeit belegt die große Bedeutung der Managerselektion für Investitionen in aktiv gemanagte Fonds.

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