26.07.2007 | 

BdB rät zur Einbeziehung von Alternative Investments in die Altersvorsorge

Der Bundesverband Deutscher Banken e.V. (BdB) hat in einer kürzlich veröffentlichten Studie die Altersvorsorge in Deutschland untersucht. Dabei standen zwei Themen  im Vordergrund: der Übergang von der Leistungs- zur Beitragszusage und die Anpassung der Investitionsstrategien an die Zahlungsverpflichtungen der Pensionsfonds. Die umfassende Studie zeigt sehr anschaulich die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Komponenten der verschiedenen Rentensysteme auf wie z.B.  den Finanzierungsformen, der Risikoverteilung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber oder der Portfolioallokation.

Dabei wird die Situation in Deutschland mit denen der anderen großen Industrienationen verglichen. Im internationalen Vergleich seien deutsche Anbieter von Altersvorsorgeprodukten aufgrund restriktiver quantitativer Anlagevorschriften im Nachteil. Bei gleichem Aufwand erhielten deutsche Rentner folglich eine geringere Rente als ihre europaeischen oder amerikanischen Altersgenossen. Daher sollten die bestehenden quantitativen Anlagevorschriften durch qualitative ersetzt werden, die für eine verantwortungsvolle Vermögensverwaltung erforderlich sind.
Der BdB plädiert dafür die gesamte Bandbreite der an den Finanzmärkten verfügbaren Anlagemöglichkeiten zu nutzen und weist deutlich auf die risikoverringernde Wirkung einer Anlage in Alternativen Investments wie Hedgefonds und Private Equity hin.

Kritisch wird der Wissenstand der Betroffenen eingeschätzt. Die Information über die künftige Rentenversorgung sowie allgemeines Finanzmarktwissen ist bei dem Großteil der Bevölkerung nicht ausreichend. Die meisten Bürger glauben, im Alter weit besser versorgt zu sein, als es tatsächlich der Fall ist. Die Konsequenzen sind gravierend, da diese Fehlinformation dazu führt, dass  zu wenig Eigenvorsorge stattfindet.

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