29.01.2014 | Märkte

Bankengruppe veröffentlicht Green Bond Principles

Die Definitionsfrage ist die größte Hürde auf dem Weg zur Etablierung eines Marktes zur Finanzierung nachhaltiger Ökologie- und Energieprojekte. Einen wichtigen Schritt zur Standardisierung und damit einer Erhöhung der Glaubwürdigkeit "grüner" Finanzierungsinstrumente haben führende Investmentbanken Anfang Januar mit der Veröffentlichung der Green Bond Principles getan. Der Leitfaden gibt - auf freiwilliger Basis - vor, nach welchen Kriterien ein Green Bond zu gestalten ist. Dazu gehören Guidelines für die Mittelverwendung, den Ablauf der Projektauswahl und -bewertung, die Verwaltung des aufgenommenen Kapitals sowie die laufende Berichterstattung. Ziel der Green Bond Principles ist es allerdings nicht, die schwierige Definitionsfrage und was ein Projekt "grün" macht zu klären. Vielmehr sollen die Prinzipien eine transparente Kommunikation zwischen Investor und Emittent ermöglichen und die informelle Basis für einen Green-Bond-Markt legen.

Die vier federführenden Institute Bank of America Merrill Lynch, Citi, Crédit Agricole und JP Morgan Chase planen die Green Bond Principles in Zukunft weiterzuentwickeln und sehen vor, eine unabhängige Zentralstelle zu etablieren, die administrative Aufgaben übernimmt und den Informationsaustausch zwischen Investoren, Emittenten und Konsortialführern sowie NGOs und Wissenschaft vereinfacht.

Zahlreiche weitere Banken haben ebenfalls ihre Unterstützung für die Green Bond Principles zum Ausdruck gebracht, darunter BNP Paribas, Daiwa, Deutsche Bank, Goldman Sachs, HSBC, Mizuho, Morgan Stanley, Rabobank und SEB.

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